Unfall in der Todeskurve

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Mit voller Wucht war der Fiat Stilo am Sonntagmittag auf der B 15 gegen eine Baumreihe geprallt. Dabei wurde der Motorblock (vorne) aus dem Fahrzeug gerissen. Die drei Insassen wurden zum Teil schwer verletzt. An der gleichen Stelle hat sich vor einigen Jahren bereits ein tödlicher Unfall ereignet.

Sulding - Auf der B 15 Taufkirchen - Landshut hat sich am Sonntagmittag ein schwerer Unfall ereignet. Bei Sulding (Gemeinde Hohenpolding) wurden drei junge Leute zum Teil schwer verletzt. An dem Ort ereignete sich schon einmal ein tödlicher Unfall.

Ein Sprecher der Polizeiinspektion Dorfen berichtet, dass der Fiat Stilo auf dem Weg in Richtung Landshut war. In ihm befanden sich die 20 Jahre alte Fahrerin aus Taufkirchen, eine 18-Jährige aus St. Wolfgang sowie ein 20 Jahre alter Mann aus Bodenkirchen. „Die junge Frau hat kurz vor 12 Uhr in einer Linkskurve die Kontrolle über ihr Auto verloren“, so der Beamte, „der Wagen kam nach rechts von der Bundesstraße ab und prallte gegen eine Baumreihe“.

Die Wucht des Aufpralls muss enorm gewesen sein, denn der Motorblock des Wagens wurde herausgerissen. Er blieb etliche Meter vom Wrack entfernt am Straßenrand liegen. Die gesamte linke Seite des Fiat wurde aufgerissen. Kurz nach dem Aufprall kamen weitere Autofahrer an der Unfallstelle vorbei. Sie halfen den jungen Leuten aus dem Wrack.

Bilder vom Unfallort

Schwerer Unfall auf der B15: Drei Verletzte

Die Fahrerin erlitt schwere Verletzungen. Sie wurde vom ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 1 in eine Landshuter Klinik geflogen. Die Beifahrerin wurde leicht verletzt. Der hinten sitzende Bodenkirchener erlitt mittelschwere Verletzungen unter anderem am Kopf. Beide kamen in Landshuter Krankenhäuser. Während der Bergung durch die Feuerwehren Sulding und Hohenpolding war die B 15 eine gute Stunde lang total gesperrt. Im Einsatz waren auch drei Rettungswagen und ein Notarzt. Der Fiat ist Schrott, sein Wert wird mit rund 5000 Euro taxiert.

Schicksalshaft: An der selben Stelle hat sich vor einigen Jahren schon einmal ein schwerer Unfall ereignet. Damals gab es auch ein Todesopfer zu beklagen. Der Unfallwagen vom Sonntag kam direkt neben dem Marterl zum Stehen.

Vor 24 Jahren war der junge Stefan L. auf der B 15 unterwegs. Es war ein Montag, der 28. November 1988, als er aus ungeklärter Ursache plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor –und frontal gegen einen Baum raste. Der 22-Jährige starb. Bis heute erinnert ein hölzernes Marterl (Bild) an den schrecklichen Unfall. Liebevoll haben seine Angehörigen das Holzkreuz mit Bild neben der Straße aufgestellt. In verschlungener Schrift stehen dort Stefan L.’s Geburtstag, der 3. September 1966, und sein Todestag.

(ham)

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