Fahrzeughalle in Flammen

Schlehdorf - 150 000 Euro Schaden richtete das Feuer an, das am Mittwochabend in der Gerätehalle eines Schlehdorfer Bauernhofs ausbrach. Der Landwirt (42) kam ins Murnauer Unfallklinikum.

Es war am Aschermittwoch, kurz nach 19 Uhr, als der Landwirt Feierabend machen wollte. Gerade hatte er seine Schweißarbeiten in der Gerätehalle beendet und den Stadel verlassen, als der 42-Jährige bemerkte, dass etwas nicht stimmte. An der Stelle, an der er zuvor noch beschäftigt gewesen war, brannte es. Der Landwirt versuchte, die Flammen selbst unter Kontrolle zu bringen, doch zu spät – das Feuer breitete sich rasch aus.

120 Feuerwehrleute aus Schlehdorf, Kochel am See, Großweil, Murnau, Sindelsdorf und Ohlstadt rückten mit 25 Fahrzeugen an den Ort des Geschehens aus. Darunter auch der Schlehdorfer Kommandant Christian Offner. Er berichtet, dass das Feuer relativ zügig unter Kontrolle gebracht wurde: „Dennoch richteten wir bis 3 Uhr in der Früh eine Brandwache ein.“ Kleinere Nachlöscharbeiten gab es noch zu erledigen. „Doch nun sind wir fertig“, so Offner gestern Vormittag. Mit dem Löscheinsatz und auch mit den Nerven. „Die meisten von uns haben heute frei“, so der Kommandant.

Fahrzeughalle in Flammen

Feuer in Fahrzeughalle

Für die Kripo Weilheim ging die Arbeit am Donnerstagvormittag erst so richtig los. Gutachter und Polizisten waren vor Ort um zu ermitteln, wie es überhaupt zu dem Brand kam. „Es gibt derzeit zwei Ansätze“, sagt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, Stefan Sonntag. Zum einen könnte der Landwirt bei den Schweißarbeiten in der Halle grob fahrlässig gehandelt haben. „Andererseits ist es aber auch möglich, dass es einen technischen Defekt gab“, so Sonntag. Ein paar Tage werde es nun dauern, bis die Arbeit der Gutachter beendet ist. „Die werden wohl auch noch einmal rausfahren“, sagt der Präsidiums-Sprecher.

Verletzt wurde bei dem Brand nur einer – der 42-jährige Landwirt. Beim Versuch, das Feuer allein unter Kontrolle zu bringen, verbrannte er sich die Hände. „Von unseren Leuten wurde niemand verletzt“, sagt Offner von der Feuerwehr – auch nicht von den Kollegen aus anderen Wehren. „Außerdem hat zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Mensch oder Tier bestanden“, sagt Sonntag. Unter dem Brand leiden einige benachbarte Landwirte in Schlehdorf aber trotzdem. Sie lagerten ihr Futter in der Gerätehalle ein. Am Donnerstag begannen sie damit, das zu retten, was noch zu retten war.

Steffi Brendebach

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