Opfer mit Helikopter in Klinik

Frau umgefahren: Raser hat keinen Führerschein

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Ein Autofahrer hat in Forstinning im Kreis Ebersberg eine Spaziergängerin umgefahren und ist geflüchtet. Die Frau ließ er schwer verletzt in einem Feld liegen.

Forstinning - Ein Autofahrer hat in Forstinning im Kreis Ebersberg eine Spaziergängerin umgefahren und ist geflüchtet. Die Frau ließ er schwer verletzt liegen. In der Nacht fasste die Polizei den Raser.

Die Polizei hat noch in der Nacht den Mann geschnappt, der eine Frau in Fortsinning angefahren, lebensgefährlich verletzt hatte und dann geflohen war. Es handelt sich um einen 38-jährigen Forstinninger. Er wurde zu Hause angetroffen und war stark angetrunken. Sein Fahrzeug, das der Mann zwischenzeitlich versteckt hatte, wurde sichergestellt. Wie die Polizei nun bestätigte, besitzt der Unfallfahrer keinen Führerschein. Der Zustand der verletzten Frau ist nach wie vor kritisch.

„Der ist mit einem Wahnsinnstempo gefahren“, schildert eine Augenzeugin, was sie am Freitag, gegen 17 Uhr, auf dem Forsthausweg in Forstinning gesehen hat. Schnell, und hin und her schlitternd sei das Auto unterwegs gewesen, plötzlich habe es laut gekracht: „Der hat die Frau voll erwischt, sie ist im hohen Bogen ins Feld geflogen“, berichtet die Zeugin. Der Autofahrer sei über die nahe B 12 davon gerast. „Das ging alles so schnell“, erzählt die schockierte Passantin. Ihr Mann war als erster bei dem Opfer, das etwa drei Meter neben der Straße lag.

Weitere Passanten sowie die alarmierte Feuerwehr kümmerten sich um die Frau und machten die Erstversorgung, bis kurze Zeit später der Rettungsdienst eintraf. Die Frau, die Mitte 40 ist und aus Forstinning stammt, habe schwerste Verletzungen, meldet die Polizei. Der Rettungshubschrauber Christoph 1 brachte das Opfer in ein Münchner Krankenhaus.

Am Unfallort, der sich am Rande einer Wohnsiedlung befindet, hat die Polizei die Ermittlungen nach dem flüchtigen Fahrer aufgenommen und Spuren gesichert.

Autofahrer rast Frau um und flüchtet

Eine weitere Zeugin berichtet, dass etwa 500 Meter vor der Unfallstelle ein dunkler, großer Wagen ihr Auto angefahren habe. Sie habe den Fahrer zur Rede stellen wollen, der habe aber nur gesagt, dass er sich verfahren hätte, und habe aufs Gas gedrückt. „Der Mann hat ausgesehen, als wäre er angetrunken“, sagt die Frau. Mit im Auto, das ein Ebersberger Kennzeichen gehabt habe, sei ein etwa 13-jähriger Bub gesessen.

Wenige Sekunden danach hat die erste Zeugin gesehen, wie der Wagen mit hoher Geschwindigkeit um die Kurve kam, ins Schlittern geriet, die Spaziergängerin erwischte – und flüchtete.

Armin Rösl

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