Geisterfahrer wendet zweimal auf A9

München - Wildwest auf der Autobahn: Nach einem Unfall hat ein 21-jähriger Mann mitten auf der A9 gewendet und ist als Geisterfahrer in die Gegenrichtung gerast. Doch damit nicht genug. 

Mehr Glück als Verstand hatte ein 21-jähriger Verkehrsteilnehmer in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Der Industriekaufmann war gegen 3.30 Uhr an der Anschlussstelle Pfaffenhofen auf die A 9 gefahren.

Hierbei drängte er während des Einfahrtsvorganges einen 65-jährigen Pkw-Lenker aus Steinfurt nach links ab, wobei es hier noch nicht zu einem Unfall kam. Beide Fahrzeuglenker verloren sich kurz aus den Augen. Der junge Fahrzeuglenker aus dem Raum Mainburg fuhr dann plötzlich wieder schneller und prallte auf das Heck des Pkw Skoda des Rentners.

Trotzdem sich bei diesem Unfall der rechte Vorderreifen am Pkw des 21-jährigen löste, fuhr dieser gut sieben Kilometer weiter, ehe er wendete und als Geisterfahrer auf der linken Spur wieder in Richtung Nürnberg auf der Richtungsfahrbahn München fuhr. Dabei mussten mehrere Fahrzeuglenker ausweichen um einen Unfall zu vermeiden.

Anschließend wendete er erneut, fuhr wieder in die richtige Richtung, um dann kurz darauf erneut zu wenden um nochmals gut 500 Meter als Geisterfahrer zu fahren. Anschließend konnte er von der Polizei gestellt werden. Ein durchgeführter Alkoholtest erklärte dann auch das Fahrverhalten des jungen Mannes. Der Test ergab 1,09 Promille.

Die Folgen sind nun nicht unerheblich. Neben einer Blutentnahme und der Sicherstellung des Führerscheines muss sich der Mainburger nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Unfallflucht verantworten. Zudem muss er für den entstandenen Schaden aufkommen, abgesehen davon wurde auch sein eigener Pkw, ein Fiat Panda, erheblich beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 12000 Euro.

Letztendlich war viel Glück im Spiel, dass diese irre Fahrt nicht noch schlimmere Folgen hatte.

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