Geisterfahrer kracht in 40-Tonner: Zwei Tote

Neufahrn - Zwei Tote hat ein Unfall auf der A 92 am Kreuz Neufahrn gefordert: Ein 47-jähriger Geisterfahrer war mit seinem Kleinlaster falsch auf die Autobahn eingebogen und dort kurz darauf mit einem Lkw frontal zusammengekracht. Für beide Fahrzeugführer kam jede Hilfe zu spät.

„Das war einfach unbeschreiblich“, kommentierte der Echinger Feuerwehrkommandant Stefan Maidl das „Horrorszenario“ nach der Kollision auf der Autobahn. Er war mit seinen Mannen vor Ort und half. „Diese Bilder vergisst man so schnell nicht mehr“, meint er betroffen.

Warum der 47 Jahre alte Kraftfahrer aus dem Landkreis Freising am Mittwoch gegen 1 Uhr mit seinem Mercedes Sprinter in falscher Richtung auf der Autobahn unterwegs war, muss die Polizei noch klären. Sein Fehler endete jedoch verhängnisvoll: Der Mann krachte mit seinem Kleinlaster in den Sattelzug eines 69-jährigen Lkw-Fahrers aus dem Kreis Straubing-Bogen, der in Richtung Deggendorf unterwegs war und am Neufahrner Kreuz gerade einen Lastwagen aus Österreich überholen wollte. Die tragischen Folgen: Der 47-jährige Geisterfahrer starb im Wrack des total zerstörten Sprinter, der Lenker des Sattelzugs nur wenig später nach den erfolglosen Reanimationsversuchen der Hilfskräfte. Durch den Zusammenstoß wurde auch der Brummi aus Österreich leicht beschädigt. Der Gesamtschaden beträgt rund 60 000 Euro. Von der Staatsanwaltschaft Landshut wurde zur Ermittlung der Unfallursache ein Gutachten in Auftrag gegeben. Denn wo genau der Geisterfahrer auf die Autobahn verkehrt aufgefahren war, konnte vor Ort nicht ermittelt werden.

Bilder des Unfalls

Geisterfahrer-Unfall auf A92: Zwei Tote

Die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle gestalteten sich wegen des total zertrümmerten Kleinlasters schwierig und dauerten bis gegen 6 Uhr. Die Feuerwehr Eching musste knapp 200 Meter Straße ausleuchten: „Überall lagen die Trümmer verstreut“, ergänzt Kommandant Stefan Maidl. Der Verkehr wurde von Männern der Autobahnmeisterei über eine Nebenfahrbahn am Unfall vorbeigeleitet. Neben vier Streifenbesatzungen der Verkehrspolizei waren rund 50 Kräfte der Feuerwehren aus Unterschleißheim und Eching im Einsatz. Zusätzlich war das Rote Kreuz mit drei Fahrzeugen und einem Notarzt vor Ort.

Wolfgang Schnetz

Rubriklistenbild: © Gaulke

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