Hinter einem Einsatzfahrzeug

Mercedes rast auf A9 durch Rettungsgasse

Freising - Neun Autos sind am Montagmorgen auf der A9 ineinander gekracht. Ein Mercedes-Fahrer nutzte diesen Unfall auf besonders dreiste Weise. Er raste einem Einsatzfahrzeug in der Rettungsgasse hinterher, um den Stau "zu umfahren".

Vielen Autofahren dürfte der Megastau auf der Autobahn A 9 von der Raststätte Holledau bis zum Autobahnkreuz Neufahrn am vergangenen Montagmorgen noch in Erinnerung sein. Ein Serienunfall mit insgesamt neun beteiligten Fahrzeugen blockierte die Fahrbahn der gerade am Wochenanfang extrem stark frequentierten Autobahn in Richtung München.

Die Verkehrspolizeiinspektion Freising, unterstützt von Feuerwehrkräften und der Autobahnmeisterei hatten alle Hände voll zu tun, den Serienunfall aufzunehmen und die Fahrbahn wieder frei zu machen. Auch an diesem Tag mussten die Einsatzkräfte feststellen, dass viele Verkehrsteilnehmer die Aufforderung zum Bilden und Freihalten einer Rettungsgasse nicht beachteten.

Das dreiste Verhalten eines 39-jährigen Autofahrers aus dem Landkreis Freising, veranlasste eine Polizeistreife zu einer Kontrolle. Der Fahrer eines E-Klasse-Mercedes war gegen 5.30 Uhr fast einen Kilometer weit einem Einsatzfahrzeug in der Rettungsgasse gefolgt.

Er hatte es eilig und wollte so schneller vorwärts kommen. Die Beamten zeigten für solch ein Verhalten kein Verständnis und erstatteten Anzeige. Rund 200 Euro Bußgeld und 3 Punkte erwarten den Verkehrssünder. "Wir bemühen uns ständig um mehr Verständnis der Verkehrsteilnehmer für die Bildung der Rettungsgasse und vor allem das Aufrechterhalten des einmal geschaffenen Rettungsweges, da können wir solch ein Verhalten nicht tolerieren", stellte einer der Streifenbeamten fest.

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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