Polizei zieht 26 aufgemotzte Autos aus dem Verkehr

Zu unsicher für den Verkehr. Die Polizei hat dieses Auto aus dem Verkehr gezogen.

Jesenwang - Sie tunen ihre Autos, bis sie nicht mehr fahren können:  26 Besitzer von aufgemotzten Audis und VWs sind vor einem Treffen in Jesenwang aus dem Verkehr gezogen worden.

Auf dem Gelände des Flugplatzes Jesenwang fand ein Tuning-Treffen der süddeutschen VW-Audi-Szene statt. Zu der Veranstaltung, bei der optisch und technisch veränderte Fahrzeuge ausgestellt und prämiert werden, wurde im Internet geladen und es hatten sich knapp 500 Teilnehmer angekündigt.

Da laut Polizei zu solchen Treffen regelmäßig Autos mit zum Teil erheblichen Mängeln anreisen, führte die Verkehrspolizeiinspektion Fürstenfeldbruck eine Kontrolle an den Anfahrtswegen durch. Mehr als der Hälfte der kontrollierten Fahrzeuge musste wegen offensichtlicher Verkehrsunsicherheit die Weiterfahrt untersagt werden.

So waren die Fahrzeuge vielfach mit sogenannten Luft-Feder-Fahrwerken ausgestattet, bei denen absichtlich Begrenzungen ausgebaut wurden, die bei Druckverlust die Lenkbarkeit und Freigängigkeit der Räder gewährleisten und zwingend vorgeschrieben sind. Tritt während der Fahrt ein Leck am Luftdruck-System auf, fällt die Karosserie auf die Räder und das Fahrzeug ist nicht mehr lenkbar, was eine erhebliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zur Folge hat.

Genau das passierte einem Besucher mit seinem Pkw während der Kontrolle, so dass der Wagen mit einem Kran entfernt werden musste. Solche und weitere Mängel führten dazu, dass die eingesetzten Beamten bei mehr als 20 Fahrzeugen die Weiterfahrt untersagten und nun Bußgeldbescheide gegen die Besitzer erlassen werden.

Üblicherweise werden solche Fahrzeuge stillgelegt und abgeschleppt. Der Veranstalter, der die Polizeiaktion mitbekam, bot den Fahrzeughaltern an, die Mängel auf den Gelände zu beheben, was mit einem vertretbaren Aufwand möglich ist. So konnten die Besitzer weitere Kosten vermeiden und mit dem eigenen Wagen die Heimreise antreten. Die Verkehrspolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass jegliche Veränderung sicherheitsrelevanter Teile an Kraftfahrzeugen zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis führen kann und im Schadensfall zu einem Wegfall oder Einschränkung der Versicherungsleistung führt, sowie straf- und bußgeldrechtliche Konsequenzen hat.

Quelle: Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck

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