Tragisches Unglück bei der Polizei: Rolltor erschlägt Verwalter

Fürstenfeldbruck - Sie hörten ein Donnern und ahnten, dass etwas Schreckliches passiert sein musste. Sofort rannten die Polizisten nach draußen. Im Hof der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck war ein tonnenschweres Rolltor auf zwei Männer gestürzt.

Die Polizisten stemmten es in die Höhe. Doch für Werner F. kam die Hilfe zu spät.

Der 41-jährige Liegenschaftsverwalter war aus seinem Urlaub zurückgekehrt und hatte sich gleich wieder ans Werk gemacht. Mit zwei Arbeitern einer Münchner Elektrofirma wollte er ein Rolltor zur Hofeinfahrt elektrisch anschließen. Dabei geschah das Unglück: Gegen 8.15 Uhr rutscht das Tor aus der oberen Verankerung, kippt auf die Seite und begräbt den Brucker sowie einen 25 Jahre alter Elektriker unter sich.

Unglück bei der Polizei: Verwalter (41) von Rolltor erschlagen

Die herausgeeilten Polzisten ziehen die Männer hervor. Auch der Notarzt ist sofort zur Stelle und versucht, den Brucker zu reanimieren. Doch der erliegt im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Münchner wird mit lebensgefährlichen Kopfwunden per Hubschrauber ebenfalls in ein Krankenhaus geflogen. Der Dritte, ein 23-Jähriger, steht unter Schock.

Werner F. galt als vorsichtiger und gewissenhafter Mann. Seit 20 Jahren arbeitete er für die Brucker Polizei. Er betreute alle Polikzei-Liegenschaften der Landkreise Fürstenfeldbruck, Dachau und Landsberg. Der 41-Jährige hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne (13 und 15 Jahre).

Das Rolltor war einige Zeit außer Betrieb, da Polizeihof und Tiefgarage saniert wurden. Es war bereits wieder eingebaut, nur der elektrische Anschluss fehlte noch. Warum das 5,70 breite und 2,40 Meter hohe Tor dabei aus der Verankerung rutschte, sei derzeit unklar, sagt Polizeisprecher Hans-Peter Kammerer.

Von Ingrid Müller

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