Neue Details zum Prozess gegen F1-Pilot Adrian Sutil

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Kommt zum Prozess nach München: Adrian Sutil will den Vorfall von Shanghai endgültig geklärt wissen.

Gräfelfing - Der Gräfelfinger Rennfahrer Adrian Sutil muss sich wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht verantworten. "Das belastet die ganze Familie", sagt sein Vater Jorge Sutil.

Ein Streit in einer Edeldisco in Shanghei Mitte April vergangenen Jahres bringt den 29-Jährigen nun vors Amtgericht München. Sutil verletzte den luxemburgischen Geschäftsmann Eric Lux mit einem Glas am Hals. Der Rennfahrer beteuert, dass dies unabsichtlich geschehen sei. Er habe Lux nur den Inhalt seines Glases ins Gesicht schütten wollen.

Sutil versuchte in der Folge, die Sache in einem Gespräch aus der Welt zu schaffen. Doch Lux erstattete acht Wochen nach dem Vorfall Anzeige in München. Das Gericht setzte den Prozess an, der am Montag, 30. Januar, beginnt. Die Staatsanwaltschaft hat ein Jahr Haft auf Bewährung gefordert.

„Ich kennen meinen Sohn. Keiner kann von ihm sagen, dass er ein aggressiver Typ ist, auch nicht in der Formel 1“, erklärt Jorge Sutil. Er selbst war bei dem Vorfall nicht dabei, ist sich aber sicher: „Beide haben sich falsch verhalten. Und die Aggressivität ging von Herrn Lux aus.“ Ein Video soll zeigen, wie Lux seinen Sohn an den Armen vom Sofa reißt. Auslöser soll das unangebrachte Auftreten von Hamiltons Bodyguards gewesen sein. „Es wurde viel geschrieben und die Sache aufgebauscht“, so Jorge Sutil. Er wirft den Medien vor, Adrian als einzigen Schuldigen dargestellt zu haben.

„In der Verhandlung wird sich alles klären“, sagt Jorge Sutil. Helfen sollen dabei neben dem Video die Zeugenaussagen von Hamilton und Pedro de la Rosa. Offen ist, ob die beiden nach München reisen oder die Aussage schriftlich machen.

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