Opfer lag bewusstlos vor Bank

Brutaler Raubüberfall auf Geldboten in Dachau

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Bei dieser Bank wollte ein Bote am Freitag Bargeld abliefern. Leider kam er nicht dazu, weil ihn Räuber auf dem Weg ins Gebäude überfallen haben müssen.

Dachau - Eine spektakulärer Raubüberfall beschäftigt derzeit die Kripo Fürstenfeldbruck. Unbekannte Täter überfielen mitten in Dachau einen Geldboten. Die Beute ist hoch, der niedergeschlagene Bote kann sich an nichts erinnern.

Die Räuber müssen Profis gewesen sein. Sie wussten genau, wann sie den Geldboten wo abpassen mussten, um ihn mit der höchstmöglichen Summe Geld zu erwischen. Sie waren kaltblütig genug, den Raubüberfall mitten in der Stadt am helllichten Tag zu begehen. Und sie wendeten offensichtlich – so brutal das klingen mag – genau die Dosis Gewalt an, die es brauchte, um das Opfer zum Schweigen zu bringen. Die zuständige Kripo Fürstenfeldbruck hat es deshalb mit einem rätselhaften Fall und vielen offenen Fragen zu tun.

Fest steht, dass sich die Tat am Freitagnachmittag - wie die Polizei am Montag mitteilt - vor einem Geldinstitut in der Sudetenlandstraße in Dachau abspielte. Der 55-jährige Geldbote hatte seine Tour, im Zuge derer er bei mehreren Dachauer Betrieben die Bareinnahmen eingesammelt hatte, gerade beendet. Nun musste er das Geld, verpackt in einem sogenannten Safebag, nur noch bei der Bank einwerfen. Genau an dieser Stelle aber, so die Kripo, endet die Erinnerung des Geldboten.

Erst ab 15.30 Uhr können die Ermittler wieder auf gesicherte Fakten zurückgreifen. Zu dieser Zeit nämlich setzten Passanten einen Notruf ab: Vor der Bank liege ein bewusstloser Mann mit Kopfverletzungen! Der Sanka brachte den 55-Jährigen ins Krankenhaus. Nach ärztlicher Erstversorgung verständigte das Krankenhaus die Polizei, die daraufhin erst einmal herausfinden musste, ob der 55-Jährige einem Unfall oder einem Überfall zum Opfer gefallen war. Seit Montagvormittag, so eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, „wissen wir aber sicher, dass der Mann ausgeraubt wurde.“ Von dem Safebag nämlich, in dem sich zuletzt eine hohe fünfstellige Summe befunden hatte, fehlt jede Spur. Ob der Geldbote sich jemals an das Geschehene wird erinnern können, sei völlig offen.

Daher hofft die Polizei nun auf die Hilfe von Zeugen, die den Überfall am Freitag unter Umständen beobachteten beziehungsweise die dem am Boden liegenden Opfer Hilfe leisteten. Hinweise werden unter Telefon 081 41/61 20 entgegen genommen.

Stefanie Zipfer

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