Karambolage auf A95: Mann von Auto erfasst

Seeshaupt/Penzberg - Auf der A95 hat sich am Dienstagabend in Fahrtrichtung Garmisch zwischen den Anschlussstellen Seeshaupt und Penzberg ein schwerer Unfall ereignet.

Ein 44-jähriger Murnauer kam gestern gegen 20.18 Uhr auf der A 95 München – Garmisch, zwischen den Anschlussstellen Seeshaupt und Penzberg, von der regennassen Fahrbahn ab und und rutschte in die Leitplanke.

Dort blieb der Wagen an der linken Schutzplanke quer zur Fahrbahn stehend liegen. Der Fahrer blieb zunächst unverletzt.

Als der Murnauer im Begriff war, sein Fahrzeug zu verlassen, näherten sich zwei weitere Verkehrsteilnehmer, die die Situation offensichtlich noch nicht wahrgenommen hatten.

Ein 21-jähriger Münchner befuhr mit seinem Pkw Opel Corsa die rechte Fahrbahn. Ein 50-jähriger Ismaninger überholte mit seinem Pkw Nissan Almera den Corsa auf der linken Fahrspur. Weil sich beide Fahrzeuge mit unveränderter Geschwindigkeit näherten, war die folgende Kollision des Nissan mit dem querstehenden VW unvermeidlich geworden.

Der Nissan erfasste sowohl den Pkw, der weitergestoßen wurde, als auch den gerade ausgestiegenen Murnauer. Der Mann wurde dabei schwer verletzt. Es war ihm aber noch möglich, sich selbst aus der Gefahrenzone zu bewegen. Schließlich brach er am Rande des rechten Fahrstreifens zusammen.

Er erlitt nach den ersten Erkenntnissen ein Schädel-Hirn-Trauma sowie multiple Verletzungen im Brust- und Bauchraum. Er wurde durch Ersthelfer bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versorgt um anschließend in ein Krankenhaus transportiert zu werden.

Der Fahrer des Opel konnte der Situation nicht mehr ausweichen und prallte zuerst gegen den VW Touran und danach gegen die linke Schutzplanke. Der Münchner erlitt einen Schock und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Über die auf der Fahrbahn liegenden Fahrzeugteile fuhr noch eine 19-jährige Grainauerin, die sich ebenfalls mit ihrem Pkw Toyota Aygo in Richtung Garmisch-Partenkirchen bewegte.

Aus noch nicht geklärte Gründen erlitt diese dabei eine leichte Verletzung im Halswirbelbereich und wurde zur Abklärung in ein Krankenhaus gebracht. Aufgrund der schweren Verletzungen des VW-Fahrers und der Komplexität des Unfallereignisses wurde auf Weisung der Staatsanwaltschaft ein unfallanalytisches Gutachten, bei dem auch die Frage der Sichtverhältnisse am Unfallort und Vermeidbarkeit untersucht wird, sowie ein technisches Gutachten an den drei Fahrzeugen durchgeführt. Dazu wurden diese sichergestellt.

Insgesamt entstand ein geschätzter Sachschaden von 31000.- Euro, wobei am VW ca. 15.000.-, am Nissan 10.000.- , am Opel 3500.- sowie an den Schutzplanken 2500.- Euro. Der Sachschaden am Pkw Toyota kann noch nicht beziffert werde. An der Einsatzstelle waren Kräfte der Autobahnmeisterei Starnberg und der Feuerwehr beteiligt. Die BAB war zwischen 20.25 und 03.00 Uhr für die Unfallaufnahme, Bergung und Spurensicherung gesperrt.

Zeugenaufruf: Zur Klärung der Unfallursache werden Zeugen, die sachdienliche Angaben zum Unfallhergang machen können, gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim unter Tel.: 0881/640-302 in Verbindung zu setzen.

Rubriklistenbild: © Hersmdorf

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