Beschlossen: U6 wird verlängert

Planegg - Die Gemeinde Planegg, der Landkreis München und der Freistaat Bayern haben sich auf die Eckpunkte des Bau- und Finanzierungsvertrags für die U-Bahn verständigt.

Die U-Bahnlinie 6 wird bis zum Campus Martinsried verlängert. Nach dem Spitzentreffen mit Staatskanzleichef Thomas Kreuzer, Landrätin Johanna Rumschöttl und rund 20 weiteren Teilnehmern zeigte sich Planeggs Bürgermeisterin Annemarie Detsch am Montag erleichtert. „Mit diesem Gesprächsergebnis steht das Signal für die U-Bahnverlängerung nach Martinsried auf Grün. Damit sind die Weichen für eine attraktive und umweltfreundliche Anbindung des Forschungs-Campus’ Martinsried gestellt.“

Nach monatelangen erfolglosen Verhandlungen hatte Detsch dem Freistaat mit dem Ende des Millionen-Projekts gedroht. „Die Nachfolge- und Ersatzinvestitionen hätten wir zu einem erheblichen Teil selbst tragen müssen“, sagte die Bürgermeisterin am Montag im Merkur-Gespräch. Dies sei einer Gemeinde mit der Größe und Finanzkraft Planeggs nicht zumutbar gewesen. Lange sträubte sich der Freistaat in den Verhandlungen dagegen, mehr Lasten zu übernehmen und sich vertraglich unmissverständlich zu seinen finanziellen Pflichten zu bekennen. Das Gespräch mit Kreuzer und Vertretern von Finanz- und Wirtschaftsministerium in der Staatskanzlei brachte schließlich am Montagabend den Durchbruch.

„Zu dem wichtigsten Anliegen der Gemeinde, einer verlässlichen Fixierung der Zahlungen des Freistaats als Zuschussgeber, ist ebenso eine angemessene Regelung gefunden worden wie zur Aufteilung von Risiken, die sich in einigen Jahrzehnten aus der Infrastruktur ergeben könnten und zur vertraglichen Regelung der Grundstücksfrage“, heißt es in einer Presseerklärung der Staatskanzlei.

Detsch kritisiert, „dass ein Jahr herumverhandelt“ werden musste für einen tragbaren Kompromiss. Dennoch ist die Bürgermeisterin nun zufrieden. „Planegg hat sich durchgesetzt. Das ist ein großer Schritt.“ Für Minister Kreuzer hat Detsch lobende Worte übrig. „Er war sehr kundig und hat gesehen, dass Planegg als kleinstes Glied in der Kette nicht die größte Last tragen kann.“

Ulrich Lobinger

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