Hubschrauber kreisen über Martinsried

Unbekannter überfällt Filiale der Kreissparkasse

Martinsried - Ein bislang unbekannter Täter hat am Donnerstagmorgen eine Kreissparkassen-Filiale überfallen und erbeutete Bargeld.

Ein unbekannter Täter hat am Donnerstag eine Kreissparkassen-Filiale in Martinsried überfallen. Der Mann flüchtete zu Fuß mit der Beute.

Um 10.24 Uhr betrat der Täter maskiert und mit gezogener, schwarzer Schusswaffe die Sparkasse in der Lochhamer Straße 2a. 

Die Filiale der Kreissparkasse in Martinsried

Filiale der Kreissparkasse überfallen

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich der Filialleiter und zwei Mitarbeiter in den Räumen, aber keine Kunden. Der Bankräuber trug eine schwarze Sturmhaube, unter der graue Haare hervorlugten. Er forderte die Kassiererin in akzentfreiem Deutsch auf, ihm Geld auszuhändigen. Als er die Scheine aus dem automatischen Tresor zusammengerafft hatte, verließ er die Sparkasse und das Grundstück in unbekannter Richtung.

Die Polizei versuchte, den Täter noch in Martinsried dingfest zu machen. Streifenwagen versperrten die Ausfallstraßen, um die Autoinsassen zu überprüfen. Beamte suchten zudem zu Fuß nach dem Mann, ein Hubschrauber kreiste über Martinsried und den umliegenden Feldern. Die Ermittler sperrten die Filiale und den Parkplatz ab und suchten nach Spuren.

Die Bankmitarbeiter wurden befragt. Teilweise kamen sie zum Luft schnappen heraus, sichtlich mitgenommen, mit verweinten Augen. Sie beschrieben den Mann als 50 bis 55-jährig, korpulent und 1,80 Meter groß. Er trug eine schwarze, oberschenkellange Jacke mit Schulterklappen, schwarze Handschuhe, eine blaue Jeans sowie Turnschuhe und war mit einem hautfarbenen Nylonstrumpf maskiert.

Eltern, die ihre Kinder aus der nahen Grundschule abholen wollten, wurden gebeten, zunächst im Schulgebäude zu bleiben. Laut einer Mutter hatte die Polizei die Schulleitung informiert, dass es zu einem Schusswechsel kommen könnte. Schließlich durfte man die Kinder auf eigene Gefahr mit nach Hause nehmen.

„Wer macht denn sowas? Mit so einer kleinen Bank“, sagte schockiert eine ältere Frau, die die Filiale aufsuchen wollte und von der Polizei aufgehalten wurde. „Hoffentlich kriegen sie ihn.“

Der Überfall in Martinsried war bereits der dritte im Würmtal innerhalb von zehn Monaten. „Das ist ein bisschen viel für das Jahr“, sagte Siegfried Janscha, Leiter der Planegger Inspektion, der mit seinen Leuten die Kriminalbeamten aus München unterstützte. Jedesmal traf es eine Filiale der Kreissparkasse. Im November in Stockdorf hatte ein Gastwirt den Täter auf der Flucht verfolgt und mit Hilfe von Passanten gestellt. Bei einem Überfall in Neuried im Mai verlor der Bankräuber die Nerven und floh ohne Beute.

Zeugen beschreiben den Täter folgendermaßen: etwa 50 bis 55 Jahre alt, ca. 180 cm groß, normale bis kräftige Figur, evtl. graue Haare; bekleidet mit Bluejeans, weißen Turnschuhen und einer schwarzen oberschenkellangen Jacke mit Schulterklappen, trug schwarze Handschuhe, war mit hautfarbenem Nylonstrumpf maskiert; bewaffnet mit schwarzer Schusswaffe.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Auslobung: Die Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt, die unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt wird.

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Abi-Prüfungen fanden statt
Bombenalarm am Gymnasium Tutzing: Abi-Prüfungen fanden statt
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik
Flüchtlinge treten vor dem Landratsamt Ebersberg in Hungerstreik
Flugzeugteil kracht auf Feld - wie konnte das passieren?
Flugzeugteil kracht auf Feld - wie konnte das passieren?
Kein Mord! So reagiert Opfer-Mutter auf Urteil nach Kreissägen-Attacke
Kein Mord! So reagiert Opfer-Mutter auf Urteil nach Kreissägen-Attacke

Kommentare