Überraschende Wende: Der Mörserturm fällt

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Der Mörserturm auf dem Gelände von Siegfried Genz auf der Berger Maxhöhe wird abgerissen. Darauf verständigten sich Genz und Landrat Karl Roth.

Berg - Paukenschlag vor der entscheidenden Sitzung: Siegfried Genz hat seine Petition zum Erhalt des schwarzgebauten Mörserturms auf der Berger Maxhöhe überraschend zurückgezogen. Das heißt: Der Turm wird abgetragen - bis Ende September.

Bei einem Gespräch mit Starnbergs Landrat Karl Roth kam es zu dieser für viele völlig unerwarteten Einigung, bestätigte Roth am Abend auf Anfrage. Siegfried Genz (71) zog noch am Nachmittag die Petition zurück, weswegen sie auch nicht am Mittwoch im Petitionsausschuss behandelt wird. Genz habe zugesagt, der Abrissverfügung nachzukommen, erklärte der Landrat. Als Zeitrahmen sei Ende September vereinbart worden. Weitere Details nannte er nicht. Wenn der Turm abgetragen ist, wolle man sich wieder an einen Tisch setzen. Siegfried Genz war zunächst zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

Der Mörserturm diente nach seinem Bau 1996 als Museum für die Mörsersammlung von Siegfried Genz' Vater. Da der Turm im Außenbereich und im Landschaftsschutzgebiet nicht genehmigt worden war und es auch an diesem Standort niemals worden wäre, begann ein letztlich 15 Jahre andauernder Rechtsstreit durch alle Instanzen. Recht bekamen stets Landratsamt und Freistaat. Der Turm dürfte einer der ältesten Schwarzbauten Bayerns sein.

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