Gefährliche Anschläge

Unbekannter schleudert Stahlkugeln auf Autos

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Die Scheiben zerbarsten durch den Einschlag durch die Stahlkugeln - wie bei diesem Symbolbild.

Aschheim - Ein Alptraum: Plötzlich zerbersten die Autoscheiben auf der Fahrt. In Aschheim ist das nun bereits zum zweiten Mal passiert. Dort schleudert ein Unbekannter Stahlkugeln auf Autos.

Wie die Polizei mitteilt, gab es bereits zwei Vorfälle - beide ereigneten sich am Mittwoch zwischen 21 und 21.10 Uhr in Aschheim.

Eine Tschechin (18) fuhr auf der Münchner Straße in südlicher Richtung, als es passierte. Plötzlich zerbarst die Seitenscheibe der Fahrertür mit einem lauten Knall. Durch die umher fliegenden Glassplitter wurde die junge Frau im Gesicht verletzt. Sie setzte ihre Fahrt jedoch noch fort und verständigte von zu Hause aus dann die Polizei. Der Schaden am Auto: rund 500 Euro.

Etwa zehn Minuten später war ein ebenfalls tschechischer Staatsangehöriger im Alter von 35 Jahren mit seinem Wagen ebenfalls auf der Münchner Straße in Aschheim in Richtung Norden unterwegs. Auf etwa der gleichen Höhe wie bei der 18-Jährigen bemerkte er, wie die hintere rechte Scheibe seines Wagens mit einem lauten Knall beschädigt wurde. Auch er fuhr zunächst weiter und verständigte anschließend die Polizei. Der Schaden beläuft sich in diesem Fall auf circa 300 Euro.

Gefährliche Waffe

Dass es sich bei beiden Opfern um Tschechen handelt, wertet die Polizei als Zufall - da zumindest die 18-Jährige ein Münchner Kennzeichen hatte. Auf Anfrage unserer Online-Redaktion präzisiert die Polizei einen Verdacht: "Wir gehen davon aus, dass mit einer Stahlkugel-Schleuder geschossen wurde", so ein Sprecher. In der Fachsprache nennt sich das Präzisionsschleuder. Es handle sich dabei nicht um ein Spielzeug, sondern um eine gefährliche Waffe, da die Munition mit sehr hoher Geschwindigkeit abgeschossen wird.

Zeugen gesucht

Im Umfeld der Tatörtlichkeit wurden unverzüglich Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, die jedoch bislang ohne Erfolg blieben. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

mm

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