43-Jähriger schwer verletzt

Unfall auf B2: Helfer sauer auf ungeduldige Pendler

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Der Fahrer des Ford Focus wurde schwer verletzt. Er wird im Krankenhaus versorgt.

Fürstenfeldbruck - Ein 43-Jähriger ist bei einem Unfall am Montag in der Früh auf der B 2 bei Puch schwer verletzt worden. Die Feuerwehr musste die Bundesstraße teils sperren - und ärgert sich über unvernünftige Autofahrer, die das einfach nicht wahrhaben wollten.

Aus ungeklärter Ursache war der 43-jährige Ford-Focus-Fahrer in der Mitte der Fahrbahn auf Höhe Puch mit dem Lkw eines ebenfalls 43-Jährigen zusammengestoßen. Die Rettungskräfte eilten herbei - und die Feuerwehr musste andere Autofahrer davon abhalten, die Sperrung zu umfahren. „Es hat sich wieder gezeigt, dass große Autos mit Blaulicht, Menschen in Feuerwehrmontur, Anhaltekellen, Blitzkegel, Sperrbarken und Falt-Warndreiecke nicht jeden Verkehrsteilnehmer beeindrucken“, schrieb die Feuerwehr auf ihrer Seite im Online-Netzwerk Facebook.

Einige Autofahrer hätten versucht, durch die Sperrung hinzufahren oder sich hindurch zu disktieren. Einige, die abgewiesen wurden, hätten es dann voller Dreistigkeit und Unfreundlichkeit bei den nächsten Einsatzkräften versucht. Einen Motorradfahrer, der sich hindruchschlängelte, bremste die Polizei aus, berichtet Puchs Feuerwehrkommandant Martin Nastoll auf Tagblatt-Anfrage. Es sei manchmal schon sehr nervig, wenn man einem Unfallort mit Autofahrer diskutieren müsse, die den Ernst der Lage einfach nicht erkennen.

Die Feuerwehr Puch erinnert nun in diesem Zusammenhang: „Wir sperren nicht aus Spaß an der Freude.“ Man versuche ja sogar, Vollsperrungen aus Rücksicht auf die nicht von einem Unfall betroffenen Autofahrer zu vermeiden. So werde es ermöglicht, überhaupt voran zu kommen - dann aber halt nur langsam.

Die Feuerwehr Puch hatte erst unlängst das Verhalten von Passanten kritisiert. Bei einem Brand beispielsweise mussten die Kameraden einen nicht betroffenen Anwohner massiv angehen. Er war im Einsatzbereich um die Autos der Wehr herummanövriert und hatte sogar deren Wasserschläche überfahren. Lob kam von der Pucher Wehr allerdings auch: Nämlich an die Berufsfahrer, die bei Einsätzen in aller Regel großes Verständnis zeigten.

st

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