Tödlicher Unfall am Ammersee

Zug erfasst Auto auf Gleisen: Rentner-Ehepaar stirbt

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Der Wagen wurde komplett zerstört.

Dießen - Zu einem schrecklichen Unfall ist es am Freitag gegen 9 Uhr auf dem Bahnübergang in Dießen gekommen. Es gab zwei Tote. Eines der Opfer stirbt vor den Augen der Retter.

Es war kurz nach 9 Uhr am Freitagvormittag, als das Schicksal seinen Lauf nahm: Am Bahnübergang an der Weilheimer Straße in Dießen am Ammersee steuerte ein Rentner (84) seinen Mercedes laut Polizei trotz geschlossener Schranken in den Gleisbereich. Ein Regionalzug erfasste den Wagen mit voller Wucht und riss ihn dreißig Meter mit. Der Fahrer und seine gleichaltrige Ehefrau starben noch am Unfallort an ihren furchtbaren Verletzungen.

Der Zusammenprall war heftig: Metalltrümmer des Mercedes lagen weit verstreut entlang der Gleise. Der Wagen selbst war auf der Seite liegen geblieben, der Motorblock wurde bei dem Unfall herausgerissen und lag neben dem Wrack. Ebenso ein Stofftier, das aus dem Auto geschleudert wurde. Der Zug kam nach dem Zusammenstoß wenigstens 400 Meter weiter zum Stehen. Der Lokführer erlitt einen Schock, die 20 Passagiere blieben glücklicherweise allesamt unverletzt.

Reanimation durch Notarzt bleibt erfolglos

Der Schaden am Zug.

Einer der Autoinsassen war noch am Leben, als die Retter eintrafen, berichtet der Starnberger Merkur. Bis das Opfer mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden konnte, war es dann aber zu spät. Eine Reanimation durch einen herbeigeeilten Notarzt blieb erfolglos.

Noch völlig ungeklärt ist, wie es zu dem fürchterlichen Unfall kommen konnte. Der Fahrer, der in Dießen lebte, dürfte die Strecke gut gekannt haben. Laut Polizei waren die Schranken zum Zeitpunkt des Unfalls geschlossen. Warum der Senior eine der Halbschranken umfahren hatte, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Oder blendete den 84-Jährigen möglicherweise die Sonne, die in der Früh laut Augenzeugen sehr tief stand?

Die Staatstraße nach Fischen wurde am Freitag erst am Nachmittag wieder freigegeben. Die Bahnstrecke war noch länger gesperrt. „Der Gutachter ist noch vor Ort“, sagte ein Polizeisprecher.

Weitere Informationen zu dem Unglück finden Sie beim Starnberger Merkur.

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