Dachauer Pastoralreferent und Freundin tot

Tiefe Trauer um zwei herzensgute Menschen

+
Sebastian S. und Veronika H. starben bei dem schrecklichen Unfall.

Dachau - Es war ein schrecklicher Unfall, der in Dachau für Trauer sorgt: Pastoralreferent Sebastian S. und seine gute Freundin Veronika H. sind am Freitag bei einem schweren Zusammenstoß ums Leben gekommen.

Warum nur sah er nicht das rote Stoppschild, blendete vielleicht die gleißende Sonne, die gegen 18 Uhr tief am Horizont stand? Angehörige und Freunde trauern seit Freitagabend um Veronika H. (26) aus Kraiburg und ihren guten Freund Sebastian S. (28), der in Schnaitsee zu Hause war, aber in Dachau seiner Aufgabe als Pastoralreferent nachging.

Sebastian war mit seinem VW Golf in Tacherting ohne abzubremsen auf eine vorfahrtsberechtigte Straße eingefahren: Es kam zu einem fürchterlichen Zusammenstoß mit einem Ford Galaxy, der die Fahrerseite traf. Der junge Mann starb an der Unfallstelle, seine gute Freundin später im Krankenhaus. Im anderen Auto wurden eine Mutter (41) aus Waldkraiburg schwer, ihr 15-jähriger Sohn leicht verletzt. Die Frau kam mit dem Hubschrauber nach Salzburg.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat inzwischen einen Sachverständigen eingeschaltet, der zur Klärung des Unfallhergangs beitragen soll. Sicher ist aber: Fahrer Sebastian war alles andere als ein rücksichtsloser Raser, vielmehr ein Mensch, der Rücksicht übte. Als Seelsorger war er schon in jungen Jahren in Schwarzafrika eingesetzt, wo er den Ärmsten der Armen dabei half, die Mühsal des Alltags zu bewältigen. Seine eigene Biografie half ihm dabei, schließlich war er selbst in Kenia geboren, wo auch schon seine Eltern als Entwicklungshelfer tätig waren. Später studierte er Theologie, Soziale Arbeit und Psychologie in München und Benediktbeuren. Seine gute Bekannte Veronika hatte eine Ausbildung gemacht, anschließend an der Uni Passau Betriebswirtschaft studiert. Sie galt wie Sebastian als besonnen wie auch zielstrebig.

Stopp-Schild übersehen: Zwei Menschen sterben

Stopp-Schild übersehen: Zwei Menschen sterben

Nach dem Zusammenstoß war es an der Unfallstelle zu dramatischen Vorfällen gekommen. So waren als erstes einige Jugendfeuerwehrleute vor Ort, die Heranwachsenden waren auf der Straße zu einer Ausbildung unterwegs gewesen. Die schlimmen Bilder setzten den jungen Leuten so schwer zu, dass sie anschließend von den älteren Kameraden betreut werden mussten.

MC

auch interessant

Meistgelesen

Frau von Lkw gerammt: „Da ist man auch als Polizist betroffen“
Frau von Lkw gerammt: „Da ist man auch als Polizist betroffen“
Dutzende Pendler sauer: Zugführer fährt ohne Fahrgäste los
Dutzende Pendler sauer: Zugführer fährt ohne Fahrgäste los
Ein Streich der Extraklasse: Sie bauten das Schneeauto - Video
Ein Streich der Extraklasse: Sie bauten das Schneeauto - Video
Spektakuläres Feuerwerk in Wolfratshausen: Rührender Grund
Spektakuläres Feuerwerk in Wolfratshausen: Rührender Grund

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion