Unfall auf Wasserskianlage: Schüler prallt gegen Schanze

Aschheim - Ein Schüler (14) ist in der Wasserskianlage Aschheim schwer gestürzt. Vom Unfallgeschehen gibt es mehrere Versionen. Klar ist: Der Dachauer hatte einen Schutzengel.

Elisabeth Lindinger, Geschäftsführerin des Wasserskiparks Aschheim, war selbst auf dem Gelände, als der Sportler am Sonntagnachmittag stürzte. Lindinger hörte plötzlich laute Rufe und sah hinaus auf den Baggersee. „Der Junge lag bei der Rampe im Wasser, die zwei Fahrer, die hinter ihm waren, kümmerten sich um ihn und unsere Mitarbeiter waren mit dem Boot schon unterwegs.“ Lindinger setzte einen Notruf ab. Mit dem Hubschrauber brachten die Retter den Jugendlichen nach Behandlung durch den Notarzt ins Krankenhaus. Die Diagnose: leichtes Schädelhirntrauma. Doch was war passiert?

Laut Polizei hatte der Dachauer kurz vor der Sprungschanze – „Kicker“ genannt – sein Wakeboard verloren und war daher mit voller Wucht auf der Rampe aufgeschlagen. Dort soll er bewusstlos liegen geblieben und langsam in den Baggersee zurückgerutscht sein. Ein nachfolgender Wasserskifahrer habe ihn aber rechtzeitig aus dem Wasser gezogen. „So kann es nicht gewesen sein“, widerspricht Lindinger. Die Mutter des verletzten Jungen habe ihr am Telefon erzählt, dass erst die Ersthelfer ihrem Sohn das Wakeboard abgenommen haben. „Dass er sein Brett verloren hat, ist falsch.“ Der Wakeboarder sei über die Rampe gefahren und erst dann gestürzt – „wohl bei der Landung“, vermutet Lindinger.

Die Mutter des Unfallopfers habe sich bei den Mitarbeitern der Wasserskianlage für die prompte Hilfe bedankt, sagt sie. Der Junge sei auf dem Weg der Besserung: „Der hat schon wieder gelacht, kommt bald aus dem Krankenhaus.“ Ein Anfänger sei der Wakeboarder nicht gewesen. „Das war ein unschöner Sturz, bei dem glücklicherweise nicht noch mehr passiert ist“, bilanziert Lindinger.

Ihre Anlage sei sicher. „Bei uns muss auch jeder Schwimmweste und Helm tragen, egal ob Anfänger oder nicht.“ Der Junge sei kein Neuling auf dem Brett gewesen. „Er ist auch schon öfter über die Rampe gefahren.“

Sebastian Horsch

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