Unbekannte wirft lebendiges Tier über Hecke

Unfassbar: Frau „entsorgt“ Kaninchen in Vorgarten

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In Rohrbach ist das Fundkaninchen untergebracht. Jetzt wird nach einer Bleibe für das Tier gesucht. 

Unglaublich, was der Polizei Freising am Mittwoch gemeldet wurde. Eine unbekannte Frau in Begleitung zweier kleiner Kinder warf ein lebendiges Kaninchen in den Vorgarten von Günter Lanzinger im Steinpark. Die Unbekannte wollte das Tier loswerden – und Lanzinger hat jetzt ein Problem.

Freising – Der Freisinger Günter Lanzinger (74) ist fassungslos: „Ich kann bis heute nicht verstehen, was da passiert ist“, sagte er am Donnerstag dem Tagblatt. Es war am Mittwochnachmittag gegen 16 Uhr, als Lanzinger nochmal in seinen Garten an der Carl-Dettenhofer-Straße ging. Und da sah er ein Kaninchen unter der Gartenhecke sitzen. Wo es her kam, darüber klärte ihn sein Nachbar auf: Der hatte vom Balkon aus beobachtet, wie eine Frau mit zwei kleinen Kindern und einem Kaninchen auf der Schulter entlang des Gartenzauns von Lanzinger auf und ab ging. Wie die PI Freising dazu schreibt, muss die Frau das Tier dann in einem unbeachteten Moment über die Hecke in den Garten geworfen haben. Das Tier überlebte den Wurf unverletzt, meldet die Polizei. Doch jetzt hat Günther Lanzinger ein Problem: „Wir können das Tier beim besten Willen nicht bei uns unterbringen.“ Er war dann mit dem Kaninchen in der Sporttasche bei der Polizei in Freising, um die „Fundsache“ anzuzeigen.

Das Tier überlebte den Wurf unverletzt

Danach begann Lanzingers „Odyssee“: Weder Tierschutzverein noch Tierauffangstation Freising (die dürfen aus Seuchenschutzgründen nicht) können das Tier derzeit unterbringen. Deshalb ist das Kaninchen bei der Tochter in Rohrbach untergebracht. Und die hat auch beim Tierschutzverein Pfaffenhofen angeklopft – leider ohne Erfolg: „Das Tier stammt nicht aus unserem Landkreis“, hieß es dort. Man solle sich bitte beim Tierschutzverein Freising melden – womit Lanzinger wieder am Anfang gelandet wäre. Er könnte es noch beim Tierschutzverein in München versuchen, hieß es weiter: „Doch da werde ich wohl die gleiche Auskunft wie in Freising bekommen“, vermutet er.

Joseph Popp zeigt sich sehr betroffen

Joseph Popp, Vorsitzender des Tierschutzvereins, zeigt sich betroffen: „Wir haben einfach keinen Platz.“ Zur Zeit habe man rund 25 Kleintiere in Obhut, auch etliche Kaninchen seien darunter: „Aber jetzt sind unsere Kapazitäten erschöpft.“ Er wolle aber dennoch versuchen, eine Lösung zu finden. Die Polizei indes fahndet Hinweise auf den Vorgang werden unter Tel. (0 81 61) 5 30 50 erbeten.

ws

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