Unterföhring statt Gärtnerplatzviertel

Hier zieht der Klenze-Metzger ein

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Die zukünftige Wirkungsstätte: ein Laden an der Münchner Straße in Unterföhring

München/Unterföhring - Thomas Schäfert (46), bekannt als der Klenze-Metzger, musste raus aus seinem angestammten Laden an der Klenzestraße. Jetzt hat er einen neuen Standort gefunden.

Hier wurde Thomas Schäfert legendär: der Laden an der Klenzestraße.

Bald dürfen die Unterföhringer seine berühmten Weißwürste zuzeln. Thomas Schäfert (46), bekannt als der Klenze-Metzger, musste raus aus seinem angestammten Laden an der Klenzestraße – der Mietvertrag wurde nicht verlängert. Jetzt zieht er raus an die Münchner Straße in Unterföhring (die Gemeinde liegt am nordöstlichen Stadtrand).

Das war’s dann: Thomas Schäfert und seine Frau Sompon montieren die Einrichtung in der Klenzestraße ab.

23 Jahre lang versorgte Metzgermeister Schäfert das Gärtnerplatzviertel mit Würstl und Fleisch. Wegen „Problemen mit dem Mieter“, so hieß es, hatte der Hauseigentümer, die Sedlmayr Grund und Immobilien KGaA, den Vertrag aber nicht verlängert. Stammkunden kämpften sogar mit einer Unterschriftenliste für ihren Metzger – vergeblich. Jetzt ist Schluss: Zusammen mit seiner Frau Sompon (37) montiert Thomas Schäfert gerade die Schränke ab und zerlegt die Ladentheke. Am Samstag hatte die Metzgerei in der Klenzestraße 43 zum letzten Mal offen. Lange war die Zukunft des Metzgers ungewiss, jetzt blickt das Paar wieder mit einem Lächeln in die Zukunft. Schon Mitte April geht es in Unterföhring weiter. In der Münchner Straße 73 werden sie schon in wenigen Wochen wieder Leberkassemmeln, Schinken & Co. verkaufen. „Mir ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen“, sagt der 46-Jährige. „Ich hätte sonst nicht gewusst, wie es weitergehen soll.“

Auch für die Unterföhringer ist Schäferts Umzug eine gute Sache: Zuletzt gab’s hier nämlich keinen Metzger. Und als eine aufmerksame Bürgerin dann in der tz von Schäferts Lage las, war schnell die Idee geboren: Der Mann muss zu uns in die Gemeinde! Man redete miteinander, Schäfer präsentierte dem Gemeinderat sein Konzept – und bekam den Zuschlag!

Die Gemeinde hat sich drum gekümmert, dass mit dem Gebäude alles in Ordnung ist: Kühlung, Lüftung und Heizung passen. Die Einrichtung ist dagegen Schäferts Sache. Und der Mann geht mit Feuereifer ran. Er sagt: „Die Leute hier in Unterföhring sind sehr nett. Ich freue mich auf die neue Herausforderung!“

Christina Meyer

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