Fünf Mitarbeiter verletzt

Gefahrstoffe ausgetreten - Großeinsatz

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Feuerwehrmänner in Schutzanzügen schafften die Chemikalie in einem Bergefaß weg

Unterschleißheim - Bei einem Unternehmen in Unterschleißheim ist eine Chemikalie ausgetreten. Die Feuerwehr rückte daraufhin mit 82 Mann an, um die Gefahr zu bannen. Sieben Mitarbeiter wurden verletzt.

Ein Großaufgebot von Rettungskräften, Feuerwehr und Polizei ist am Freitagnachmittag zu einer Spedition in Unterschleißheim ausgerückt, weil dort gefährliche Chemikalien austraten. Fünf Mitarbeiter mussten medizinisch behandelt werden. Das teilt die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim mit.

Bei der Spedition scheint zunächst keiner vom Austritt der Gefahrenstoffe Notiz genommen zu haben. Erst die Toxikologen im Klinikum Rechs der Isar schlugen kurz nach 13.30 Uhr Alarm, nachdem sie einen Mitarbeiter des Unternehmens behandelt hatten. „Er war mit typischen Symptomen wie Kopfschmerzen und Übelkeit zu ihnen gekommen“, erzählt Andreas Hegermann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Unterschleißheim.

Gefahrstoffe ausgetreten - Großeinsatz der Feuerwehr

Gefahrstoffe ausgetreten - Großeinsatz der Feuerwehr

Insgesamt 80 Einsatzkräfte rief der Alarm auf den Plan. Die Freiwillige Feuerwehr Unterschleißheim war unter der Einsatzleitung von Hegermann vor Ort. Der ABC-Zug des Katastrophenschutzzentrums des Landkreises in Haar und die Polizei rückten mit je 15 Mann an, der Rettungsdienst mit 17 Mann. Darunter war auch ein Toxikologe des Klinikums Rechts der Isar.

Die Feuerwehr räumte eine Halle, aus der es stark roch. Mit Chemieschutzanzügen und Pressluftatmern ausgestattet machten sich neun Feuerwehrmänner daran, die Chemikalie ausfindig zu machen und sicherten sie schließlich in einem Bergefass. Ein Spezialunternehmen holte das Fass später ab, um die gefährlichen Stoffe zu entsorgen.

„Die chemischen Stoffe sind beim Umlagern ausgetreten“, berichtet Hegermann. Offenbar haben mehrere Mitarbeiter Dämpfe eingeatmet. Einen weiteren Mann brachte der Rettungsdienst ins Krankenhaus, drei behandelte der Toxikologe ambulant. Auf dem Parkplatz der Spedition baute die Freiwillige Feuerwehr einen Dekontaminationsplatz auf. Dazu gehörte auch eine Dusche, in der sich die Einsatzkräfte samt Chemieschutzanzügen abspritzten. Im Anschluss verpackten sie die Anzüge, die dann noch einmal gesondert gereinigt werden müssen.

Kommandant Hegermann versichert: „Es hat zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestanden.“ Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

mcf

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