Großbusse zum Campus unterwegs

BMW-„Geisterbusse“ sorgen für Unmut bei Anwohnern in Unterschleißheim

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Häufig angefahrenes Ziel: Auf dem Business Campus in Unterschleißheim ist auch das BMW-Forschungszentrum für autonomes Fahren untergebracht. Ab März arbeiten dort 1500 Menschen. 

BMW erforscht in Unterschleißheim das autonome Fahren. Und bringt seine Mitarbeiter per Bus in die Büros im Business Campus. Das sorgt für Ärger.

Unterschleißheim – Viele BMW-Mitarbeiter beziehen in diesen Tagen einen neuen Arbeitsplatz. 500 Menschen arbeiten derzeit im Forschungs- und Entwicklungszentrum für autonomes Fahren am Business-Campus-Unterschleißheim. Laut BMW werden es jede Woche mehr. Ab März diesen Jahres sollen 1500 Menschen neue Wege der Mobilität erforschen. Viele fahren morgens aus München nach Unterschleißheim und abends wieder zurück. Klar, dass sich zu den Stoßzeiten was rührt an der Landshuter Straße. Zum Unmut so mancher Anwohner.

Anwohner: „Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus“

Der Pendelverkehr geht etwa einem Anwohner gegen den Strich. „Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus“, schreibt er und möchte lieber anonym bleiben. Er stört sich an den „Großbussen“ mit BMW-Logo, die vormittags und nachmittags am Business-Campus unterwegs sind. Diese würden Lärm und Abgase produzieren sowie die Straßen verstopfen. Dabei seien die Busse „menschenleer“, glichen „Geisterbussen“. Ein Konzern wie BMW werde doch wohl in der Lage sein, den Bedarf des Pendelverkehrs zu ermitteln, meint der Anwohner.

Tatsächlich verkehren seit September morgens und abends BMW-Shuttlebusse zwischen dem U-Bahnhof Feldmoching und der Landshuter Straße in Unterschleißheim. Laut Plan fahren sie in unterschiedlichen Abständen: von 6.20 Uhr bis 7 Uhr alle 20 Minuten, von 7 Uhr bis 7.40 Uhr alle zehn Minuten und von 7.40 Uhr bis 9.15 Uhr alle fünf Minuten. Zwischen 16.30 Uhr und 18.30 Uhr starten die Busse in Unterschleißheim alle zehn Minuten, von 18.30 Uhr alle 20 Minuten.

BMW-Sprecher: Shuttlebusse sind gut gefüllt

„Der Bus ist unser Beitrag zu einer umwelt- und verkehrsentlastenden Mitarbeitermobilität“, sagt ein BMW-Sprecher. Damit wolle man die Kollegen anhalten, nicht mit dem Auto, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit nach Unterschleißheim zu kommen. Dafür brauche es eine gewisse Flexibilität. Zwar gebe es die S-Bahn, aber die U-Bahn sei für viele Mitarbeiter die schnellste Verbindung. Laut dem Sprecher sind die Shuttlebusse derzeit während den Stoßzeiten gut gefüllt.

Angesichts dessen, dass bis März jede Woche 50 Mitarbeiter hinzukommen, könne man davon ausgehen, dass noch mehr Arbeitnehmer das Angebot nutzen werden. Der Sprecher betont aber auch: „Wir untersuchen im Laufe des Jahres, wie der Bus angenommen wird und werden Angebot und Taktzeiten dann entsprechend anpassen.“

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