Schwerkranker Valentin braucht dringend Hilfe

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Jeder Euro hilft: Valentin ist schwer krank.

Grünwald - Der kleine Valentin aus Grünwald leidet unter einer sehr seltenen Fehlbildung. Eine Operation ist lebensnotwendig und die Uhr tickt. Doch die Krankenkasse will den Eingriff nicht zahlen. 

Elf Euro: Soviel kosten eine Pizza mit Kaltgetränk oder ein Kinobesuch. Mit elf Euro könnte jeder einzelne Grünwalder aber auch einem Buben helfen, der ganz dringend eine lebensnotwendige Hüftoperation benötigt. Der Verein „Grünwald hilft“ sammelt Spenden.

Das Schicksal hat gewürfelt und Valentin unbarmherzig getroffen. Der Dreijährige leidet unter einer seltenen, angeborenen Oberschenkel-Hüft-Fehlbildung, an der deutschlandweit nur fünf Kinder pro Jahr erkranken. Hinter den vier dürren Buchstaben PFFD (Proximal Femoral Focal Deficiency) verbirgt sich im Alltag ein Defekt im Oberschenkel, ein verkürztes Bein, das nicht weiterwächst.

Noch tollt der semmelblonde Bub mit einer Beinprothese durch die Kinderkrippe und hört nicht, wenn die Erwachsenen sagen: „Die Uhr tickt.“ In einem Spendenaufruf verweist der Verein „Grünwald hilft“ auf den Zeitdruck und die Kosten: „Valentin braucht so schnell wie möglich eine sehr schwierige, kostenintensive Operation“, erklärt Vorsitzender Klaus Heun. Jeder Tag, jede Woche, jeder Monat zählt: Wenn der einzige Arzt, der ihm helfen könnte, im Herbst von Amerika nach Deutschland kommt, ist es für Valentin bereits zu spät: Sein nicht verknöcherter Hüftknopf ist dann mit der Hüftpfanne verwachsen. Lebensbedrohlich, besorgniserregend.

120 000 Euro kostet der Spezialeingriff in den Vereinigten Staaten, den die Krankenkassen nicht bezahlen. Valentins Mutter, die Betriebswirtin Martina B., ist allein erziehend und durch die Krankheit ihres Kleinen gezwungen, ihre Berufstätigkeit aufzugeben. Ihr falle es schwer, um Hilfe zu bitten, „aber ich muss doch für die bestmögliche Versorgung meines Sohnes kämpfen“. Das sei ihre einzige Chance.

In den USA hat sich der Mediziner Dr. Dror Paley auf die Operation dieser seltenen Hüfterkrankung spezialisiert. Seine Diagnose: „Auf einer Schwierigkeitsstufe von eins bis zehn schätze ich Valentins Fall bei zehn ein.“ Paley schlägt vor, aus dem Oberschenkelknochen des Kindes einen neuen Hüftkopf zu modellieren. So könne ein völliges Verwachsen verhindert werden. Nach dem Eingriff muss das Bein des Buben insgesamt fünf Monate lang fixiert werden. „Eine Tortur“, meint Paley, aber die Aussichten seien gut.

Der gemeinnützige Verein „Grünwald hilft“ sammelt Geld und sichert den Spendern zu, „jeden Cent ausschließlich für die Operation zu verwenden“. Mit vereinten Kräften wolle man im Münchner Oberland erreichen, das Valentin lachen, laufen, leben kann - und unbekümmert Pizza essen. (ee)

Spenden:

Kreissparkasse München-Starnberg, BLZ 702 501 50, Konto-Nummer 998 71 81, Verwendungszweck „Valentin“. Spenden können von der Steuer abgesetzt werden.

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