Gar nicht bärig: Diebe reißen Goldbären Arme ab

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Da war er noch komplett: Mittlerweile fehlen dem Bären beide Arme. Der Besitzer bittet die Täter, sie zurückzugeben.

Weßling - In Weßling bremst ein übergroßer Goldbär erfolgreich Raser. Leider haben ihn Chaoten verstümmelt.

Seit Anwohner Alexander Heidinger den übergroßen Goldbären samt Tempo-30-Schild an der Oberen Seefeldstraße aufgestellt hat, halten sich die Verkehrsteilnehmer dort an die Geschwindigkeitsbegrenzung: „Der Erfolg ist überwältigend“, sagt Heidinger. „Selbst die 80-km/h-Raser bremsen an dieser Stelle kurzfristig ab. Jeder aus der Straße und Umgebung hat diesen Bären schon in sein Herz geschlossen“, weiß der Weßlinger.

Getrübt wird die Freude allerdings durch Vandalismus. Nicht nur am See-Kiosk treiben Unbekannte in schöner Regelmäßigkeit ihr Unwesen, auch vor dem Tempo-30-Bären machen sie nicht halt. „Erst letzte Woche wurde ein Versuch unternommen, ihn nachts mitzunehmen“, sagt Heidinger. Da er ihn am Fuß angekettet hatte, habe der Bär bei dem Diebstahlversuch nur „Schürfwunden“ erlitten. Vorsorglich stellte der Anwohner die Figur daraufhin nachts vor die Garage hinter den Gartenzaun.

Aber auch dort war der Goldbär nicht sicher. Eines Nachts rissen ihm Unbekannte den Kopf und die Arme ab. „Das ist im Grunde Hausfriedensbruch“, schimpft Heidinger, der Arme und Kopf tags darauf im Wald und an einem Baum in einem einen Kilometer entfernten Garten wiedergefunden hatte. Die Aufhängungen an der Figur seien von den Tätern bei dem Diebstahl zerstört worden.

Mühevoll setzte der Weßlinger den Bären wieder zusammen und befestigte den Kopf diebstahlsicher. Doch die Chaoten kamen wieder. Vergangenen Freitag zwischen 23 und 24 Uhr verschwanden laut Heidinger erneut beide Arme des Bären, bis heute sind sie nicht wieder aufgetaucht. „Jeder Anrainer wundert sich nun, warum der Bär immer noch keine Arme hat und diese auch nach einer Bittschrift noch nicht zurückgegeben wurden“, sagt der Besitzer traurig.

Zur Anzeige bei der Polizei hat die Familie die Straftat noch nicht gebracht. Und sie wird es wohl auch nicht machen: „Das bringt ja nichts“, meint Heidinger, der davon ausgeht, dass die Täter Jugendliche seien, die einen über den Durst getrunken haben. „Die bringt man ja nicht heraus.“ Vielleicht hilft dem Weßlinger aber sein Beruf bei der Suche. Er ist Lehrer an der Realschule in Gauting: „Wenn die Schule wieder anfängt, kriegen wir da sicher was raus.“

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