Vor Amtsantritt

Neuer Bürgermeisterin wird mit Mafia-Killer gedroht

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Doris Laban will sich nicht einschüchtern lassen.

Vaterstetten - Anfang Mai will Doris Laban ihr Amt als Bürgermeisterin in Bad Endorf antreten. Doch in ihrer neuen Heimat erhielt die bisherige Amtsleiterin im Vaterstettener Rathaus jetzt massive Morddrohungen.

Laban hatte für das „Aktionsbündnis für Bad Endorf“ (ABE) kandidiert und sich in der Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus gegen den CSU-Bewerber durchgesetzt. Wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet, hatte der stellvertretende Vorsitzende der ABE, Curt Wiebel jun., am 3. April in seinem Briefkasten ein Schreiben gefunden, in dem er als „Verräter“ beschimpft wurde. „Wir geben dir zehn Tage Zeit auf Laban zu verzichten“, stand da. Und weiter: „Nach fruchtlosem Ablauf wirst Du getötet.“ Auch die Familie Wiebels wurde bedroht. Wiebel ging zur Polizei. Drei Tage später folgte der nächste Brief. Von einem „Mafiosi-Killer“ war da die Rede, der Wiebel und Laban „lautlos erschießen“ werde. Inzwischen gibt es ein drittes Schreiben, das allen Anschein nach vom gleichen Täter stammt. Darin wird die Drohungen mit einer Entschuldigung zurück genommen. Dennoch ermittelt die Kripo weiter. Laut OVB wurde auch ein Kommunapolitiker vernommen.

Die Reaktion bei Laban auf die Briefe war deutlich: „Ich habe die Drohungen sehr ernst genommen“, sagte sie dem OVB. Allerdings habe sie keine Sekunde daran gedacht, vom Amt zurückzutreten. Da sei der Erpresser bei ihr an die falsche Adresse geraten. Inzwischen haben auch die örtlichen Politiker in Bad Endorf reagiert. In einer gemeinsamen Stellungnahmen, die der EZ vorliegt, heißt es: „Wir als Vertreter aller politischen Parteien und Gruppierungen Bad Endorfs sind zutiefst entsetzt über den Vorfall. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen, die mit ihren Familien angstvolle Stunden verbringen.“ Der Erpresser wird zudem aufgefordert, sich der Polizei zu stellen.

Robert Langer

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