Briefbomben-Verdacht: Briefkästen gesprengt

Südlicher Landkreis - Mehrere illegale tschechische Böller sind in den vergangenen Tagen in Ortschaften des südlichen Landkreises gezündet worden. Zunächst dachten die Ermittler an Briefbomben.

Weil anfangs nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um Briefbomben gehandelt haben könnte, wurden der Kriminaldauerdienst der Kripo Erding sowie das Landeskriminalamt in die Ermittlungen mit einbezogen. Die Experten stellten fest, dass es sich um Böller aus Osteuropa gehandelt hat, die in Deutschland aufgrund ihres hohen Gefährdungspotenzials verboten sind.

Die erste Detonation ereignete sich Freitagnacht gegen 23 Uhr in Wörth. In einem Briefkasten der Deutschen Post explodierte einer der Böller. Box und Inhalt wurden stark beschädigt. Im Verlauf des Samstags wurden zwei weitere Zündungen gemeldet. In Hörlkofen und in Niederding kam es in privaten Briefkästen zu riskanten Explosionen. In Niederneuching wurde zudem eine verdächtige Wahrnehmung gemacht: Mehrere junge Männer zündeten auffallend laute Kracher und fuhren dann in einem Auto davon.

Die Fahnder haben damit eine erste heiße Spur in den Fällen mit einem Gesamtschaden von mindestens 2000 Euro. Zwar gibt es noch keinen konkreten Tatverdacht, so ein Polizeisprecher am Sonntag. Gesucht wird jedoch nach einem auffälligen hellgrünen 3er BMW mit sehr lautem Sportauspuff. Es könnte sich um das Fahrzeug der Täter handeln. Hinweise zur Aufklärung erbittet die Polizei Erding unter Tel. (0 81 22) 96 80. ham

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