Ausgefallene Ausrede für verrückte Verfolgungsjagd

Holzkirchen - Ein 47-Jähriger lieferte sich auf der A8 eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Erst ein Manöver der Polizei konnte den Mercedes des Gejagten stoppen. Der hatte eine kuriose Ausrede parat.

Die Szenen, die sich auf der A8 Richtung Salzburg abspielten, erinnerten beinahe an einen Action-Film. 

Eine Zivilstreife der Verkehrsüberwachung wollte einen Mercedes-Fahrer einer allgemeinen Kontrolle unterziehen. Doch statt auf die Anhaltesignale der Beamten zu reagieren, drückte der ins Visier der Polizisten geratene Lenker aufs Gaspedal. Er nutze die gesamte Breite der Autobahn für seine Überholmanöver.

Auf Höhe der Anschlussstelle Weyarn kam ein weiteres, diesmal uniformiertes Fahrzeug der Polizei hinzu. Gemeinsam versuchten die Beamten, den Flüchtigen auszubremsen. Der Verfolgte setzte daraufhin zu einem letzten Versuch an, sich der Kontrolle zu entziehen. Doch sein Wagnis, zwischen einem der Polizeiautos und der Mittelleitplanke hindurchzufahren, scheiterte. Ein Polizeibeamter wurde dabei leicht verletzt.

Bei der Vernehmung stellte sich heraus, dass es sich beim Lenker der Mercedes C-Klasse um einen ehemaligen Polizeibeamten aus Georgien handelt. Der 47-Jährige begründete seine Flucht damit, dass er nicht an die Existenz ziviler Polizeibeamter geglaubt habe. Aus "Angst vor möglichen Straßenräubern" habe er deshalb lieber Gas gegeben anstatt anzuhalten.

Jetzt geht es dem Georgier auch ohne Überfall an Auto und Geldbeutel: Der Mercedes wurde sichergestellt, 600 Euro Sicherheitsleistung fällig. Zudem erwarten ihn mehrere Anzeigen wegen seiner Verkehrsvergehen.

lib

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