Wilde Verfolgungsjagd endet an Stromverteilerkasten

Unterhaching - Eine wilde Verfolgungsjagd hat sich ein Autofahrer (41) aus Mannheim mit der Polizei am Samstagabend, 23.40 Uhr, geliefert.

Ein betrunkener Autofahrer (41) lieferte sich am Samstag mit einem geliehenen Audi A4 über zehn Kilometer eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Sie begann in Thalkirchen und endete im Unterhachinger Landschaftspark, wo zunächst der Audi und damit auch der Fahrer endlich aufgab.

Um 23.40 Uhr wollten Polizisten den Audifahrer und seine beiden Begleiterinnen auf der Brudermühlstraße kontrollieren. Der jedoch gab stattdessen Vollgas, schoss mit einem gewaltigen Tempo weit jenseits der Hundert über den Mittleren Ring, den McGraw-Graben und die Autobahn davon. An dieser Stelle stoßen die Zuständigkeiten dreier Polizeidienststellen zusammen. Binnen Sekunden hatte der Flüchtende zahlreiche Verfolger, die ihn sternförmig einkreisten.

Bereits an der ersten Ausfahrt verließ der Audifahrer die A995 und steuerte Unterhaching an. Für den Kreisverkehr in der Münchner Straße war er zu schnell. Da schoss er geradeaus über die Mittelinsel, rasierte ein Verkehrszeichen und setzte seine Fahrt auf dem Gehweg der Leipziger Straße fort. In der Biberger Straße überquerte er einen weiteren Kreisverkehr auf direktem Weg und versuchte, sich im Landschaftspark („Auf der Hachinger Haid“) in die Büsche zu schlagen. Da jedoch gab der mittlerweile schwer beschädigte Audi endgültig den Geist auf.

Der Fahrer – ein gebürtiger Vietnamese aus Mannheim – leistete keinen Widerstand. Den Führerschein konnte die Polizei dem Betrunkenen (fast 0,9 Promille) nicht abnehmen: Er hat nämlich noch nie einen besessen. Auch eine seiner Begleiterinnen hat jetzt Ärger. Die 42-Jährige hatte dem Betrunkenen ihren Audi überlassen. Schaden: 8500 Euro.

Dorita Plange

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