Dreister Opelfahrer hängt sich an Sanka mit Blaulicht

Dachau - Mit Blaulicht und Martinshorn durch den Landkreis - das war offensichtlich der Traum eines 23-jährigen Opelfahrers: Er heftete sich mal eben an das Heck eines Rettungswagens. Ohne auf die anderen Autofahrer Rücksicht zu nehmen.

Noch etwas kreidebleich im Gesicht erschienen am Samstagnachmittag zwei Rettungssanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes auf der Wache der Polizeiinspektion Dachau. Sie mussten Anzeige erstatten. Gegen einen Opelfahrer. Denn der ist den Rettungssanitätern einfach gefolgt, auf der Suche nach einem blitzschnellen Weg.

Die 34-jährige Fahrerin war gemeinsam mit dem 39-jährigen Rettungssanitäter gegen 14.20 Uhr Samstagmittag mit ihrem Rettungswagen Daimler Sprinter von Dachau auf dem Weg nach Markt Indersdorf gewesen. Die Fahrerin hatte dabei das Blaulicht und ihr Martinshorn eingeschaltet - sie waren auf dem Weg zu einem Rettungseinsatz. Auf der Staatsstraße 2047, kurz nach Webling, bemerkten die Beiden einen Verfolger in ihrem Windschatten. Denn während alle anderen Verkehrsteilnehmer freie Bahn für den Rettungswagen schafften, heftete sich ein Opelfahrer in seinem Auto regelrecht an das Heck des Daimler - offensichtlich, um ebenso schnell wie der Rettungswagen durch den Landkreis brettern zu können.

Der Opelfahrer blieb zäh am Rettungswagen dran, und so kam es zu mehreren äußerst gefährlichen Situationen. Denn alle anderen Autofahrer rechneten natürlich überhaupt nicht damit, dass nach dem Rettungswagen noch ein Auto folgte.

Doch davon unbeeindruckt zog der Opelfahrer sein Hinterher-Geeile bis nach Markt Indersdorf durch - nur bis dorthin, weil der Rettungswagen in Indersdorf links abbiegen musste, und der Opelfahrer seine Fahrt aber geradeaus fortsetzte. Glücklicherweise war die Besetzung des Rettungswagens in diesem Moment besonders auf Zack: Als der Opel dabei rechts an dem Rettungswagen vorbei fuhr, konnten Fahrerin und Beifahrer das Kennzeichen erkennen.

Noch am selben Tag wurde der 23-jährige Fahrer ermittelt. Der aus einer Gemeinde des nördlichen Landkreises stammende junge Mann hatte eine etwas andere Sichtweise der Geschehnisse und zeigte sich wenig einsichtig. Nichtsdestotrotz wurde wegen der riskanten Fahrt ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet - mit seinem Verhalten hat der Mann gegen so einige Regeln des Verkehrsrechts verstoßen.

(pid)

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