Stammstreckenausbau

Verkehrsminister: S7-Verlängerung nicht gefährdet

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Wolfratshausen - Die Kosten von 3,85 Milliarden Euro für die zweite S-Bahn-Stammstrecke in München tangieren die geplante Verlängerung der S 7 von Wolfratshausen nach Geretsried offenbar nicht.

Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) sagte am Mittwochabend nach einem Spitzengespräch zu Bahnthemen in der Staatskanzlei: „Andere fällige Projekte werden unter diesem Großprojekt nicht leiden. Sie finden zusätzlich zur zweiten Stammstrecke statt.“ Herrmann betonte, dass er persönlich beim Thema Gleisverlängerung in die größte Stadt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen um eine Lösung gerungen habe. „Was die Kosten betrifft, haben wir hier klare Absprachen mit den betroffenen Kommunen und dem Landkreis.“

Der ehemalige Landtagsabgeordnete Martin Runge (Grüne) hatte kurz vor dem Spitzengespräch davor gewarnt, dass Projekte wie die S 7-Verlängerung aufgrund der zweiten Stammstrecke finanziell nicht mehr darstellbar seien. Diese Befürchtung teilt man im Landratsamt nicht: „Im Frühjahr hat die Bahn die Planungsleistungen für die Tieferlegung des Bahnhofs in Wolfratshausen vergeben“, erläutert Pressesprecherin Marlis Peischer. Mittlerweile seien die Vermessungsarbeiten und Erschütterungsmessungen an den Gebäuden entlang der bestehenden und geplanten Trasse der Loisachstadt erfolgt. Laut Peischer geht‘s im ersten Quartal 2017 mit Baugrunduntersuchungen und Grundwassermessstellen in Wolfratshausen und Geretsried weiter.

mmä/cce

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