Mutmaßlicher Exhibitionist türmt vor dem Amtsgericht

Moosburg - 200 Mal soll sich ein Mann in seiner Moosburger Stammkneipe entblößt und befriedigt haben - da zeigte ihn die Wirtin an. Warum es nicht zum Prozess vor dem Freisinger Amtsgericht kam:

Insgesamt 200 Mal soll sich der Rentner in seinem Stammlokal entblößt und befriedigt haben. Seine Avancen galten stets derselben Dame: der Wirtin des mittlerweile in Konkurs gegangenen Etablissements, wie der Pflichtverteidiger des Angeklagten, Florian Alte, dem FT mitteilte. Nach einem Dreivierteljahr wurde es der Frau zu viel. Sie erstattete Strafanzeige.

Als der Rentner am Dienstag zum Auftakt des Schöffenprozesses fehlte, entsandte Richterin Lore Sprickmann Kerkerinck, eine Eskorte nach Moosburg, um ihn vorführen zu lassen. Derweil spürte Anwalt Alte seinen Mandanten telefonisch auf: Er war tatsächlich in seiner Wohnung. Alte empfahl dem Rentner, der sich angeblich im Datum geirrt habe, dem Vorführbefehl des Gerichts zu folgen und sich von den Polizisten nach Freising bringen zu lassen. Vollzug zu melden, war den Beamten allerdings nicht vergönnt. Die Wohnung war leer. Unmittelbar nach dem Telefonat mit seinem Pflichtverteidiger muss sich der Angeklagte aus dem Staub gemacht haben. Es erging Haftbefehl.

Rubriklistenbild: © dpa

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