Ist der Grafinger tot?

Vermisster LMU-Professor: Japanische Medien vermelden Leichenfund

In dem Gebiet in Japan, in dem seit zwei Wochen der Grafinger LMU-Professor Martin Hofmann vermisst wird, ist eine männliche Leiche im Schnee gefunden worden. Das berichten mehrere japanische Quellen.

Grafing -  Das Bergsteigerunglück erschüttert die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität: Vor zwei Wochen wurde Martin Hofmann, Professor für Informatik, der mit seiner Familie in Grafing wohnt, während einer Klettertour am japanischen Vulkan Mount Nikko Shirane auf der Insel Honshu von einem Schneesturm überrascht und war nicht mehr in der Lage, selbstständig ins Tal zurückzukehren.

Das teilte ein Sprecher von „HotDot Communications“ (Berlin) mit, dem Unternehmen, das die Presserarbeit der weltweit größten Online-Spendenplattform „GoFundMe“ macht. Über diese Plattform sammelt eine Tochter Hofmanns derzeit Geld für die Suchaktion.

Aufgrund der Wetterlage war es lange unmöglich gewesen, die Spitze des Vulkans zu erreichen. Nach mehr als einer Woche des Wartens auf bessere Wetterbedingungen am Berg konnten sich die Rettungskräfte endlich auf die Suche nach dem Münchener Professor begeben, so die Berliner Agentur. „Die Wahrscheinlichkeit, ihn lebend zu bergen, sinkt jedoch mit jeder Stunde.“

Um ihre Mutter in dieser schweren Zeit zu unterstützen und um eventuelle akute Kosten sofort bezahlen zu können, hat seine Tochter eine Spendenkampagne auf GoFundMe gestartet, die seitdem auf riesige Hilfsbereitschaft gestoßen ist.

Am Montag berichten mehrere japanische Medien vom Fund einer männlichen Leiche im Suchgebiet. Ob es sich bei dem  Mann um Martin Hofmann handelt, ist noch nicht geklärt. Der Tote sei unter Schneemassen begraben gewesen, hieß es.

Rubriklistenbild: © dpa

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