Veronica Ferres verkauft Villa am Starnberger See

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Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer ziehen doch nicht an den Starnberger See.

Ambach - Die Begeisterung für die Riedel-Villa ist verflogen. Veronica Ferres und ihr Lebensgefährte Carsten Maschmeyer haben die Pläne verworfen, sich in Ambach niederzulassen.

Die denkmalgeschützte Villa auf dem Seegrundstück sei ihr Wunschtraum gewesen, hatte der Unternehmer Maschmeyer (52) noch am Wochenende betont. Im Oktober habe man nach halbjähriger Suche nach einer geeigneten Immobilie beim Notar den Kaufvertrag für das 1893 gebaute Objekt besiegelt. Das Gebäude mit Schindelverkleidung und Walmdach solle liebevoll restauriert, für ihn und Schauspielerin Veronica Ferres („Schtonk“, „Die Frau vom Checkpoint Charlie“) ein Ort der Ruhe und Zurückgezogenheit werden.

Keine 24 Stunden später sind die Pläne nur noch Makulatur: „Aufgrund der Berichterstattung und der falschen Vorwürfe werden sich Frau Ferres und Herr Maschmeyer vom Starnberger See zurückziehen“, teilte die PR-Agentin der 46-Jährigen am Montagmorgen dem Isar-Loisach-Bote mit. Auch ein Sprecher der Gemeinde Münsing bestätigte, dass das Paar die denkmalgeschützte Villa mit Seezugang wieder verkaufen will. Die Villa werde von einem Makler bereits zum Kauf angeboten.

Das Münchner Büro der Schauspielerin bestätigte am Dienstag lediglich, dass Ferres und Maschmeyer die Pläne für eine Bleibe am Starnberger See aufgegeben haben. Maschmeyers Sprecher Ulrich von Rotenhan teilte auf Anfrage mit, Maschmeyer sei sowohl in Hannover als auch in Bayern unternehmerisch tätig und besitze dort Immobilien.

Das Paar reagiert damit auf Bechwerden von Ambachern, dass auf dem Seegrundstück eine umfangreiche Abholzaktion stattgefunden habe. Die allerdings sei rechtens gewesen, hatte Münsings Bürgermeister Michael Grasl festgestellt. Auch Maschmeyer hatte am Wochenende gegenüber der „tz“ betont, dass alle notwendigen Genehmigungen eingeholt worden seien. Haus und Grundstück, so der Unternehmer, würden nicht verändert oder gar verbaut – im Gegenteil. Die denkmalgeschützte Villa solle wieder „in historischem Glanz erstrahlen“.

Doch die öffentliche Debatte vor dem Umzug in den idyllischen Münsinger Ortsteil Ambach hat das prominente Paar offenkundig stark verschnupft. „Das Grundstück, für das bereits vom Vorbesitzer eine Teilungserklärung sowie eine Baugenehmigung für ein zweites Haus vorliegt, wird geteilt und veräußert werden“, kündigte die PR-Beraterin an. Die Entscheidung sei unwiderruflich, unterstrich sie in einem anschließenden Telefonat mit unserer Redaktion, Veronica Ferres werde dazu keine weiteren Stellungnahmen abgeben.

Dass sich der Traum vom Leben am Starnberger See nicht erfüllen werde, würden beide zwar „sehr bedauern“. Aber: Aufgrund der Berichterstattung über den Kauf der „Minister-Villa“, wie das Objekt am Ostufer des Sees von Einheimischen genannt wird, würden Ferres und Maschmeyer den Schutz ihrer Privatsphäre als nicht mehr gegeben ansehen.

Münsings Bürgermeister bedauert die Entscheidung des Paares. Die Gemeinde habe den neuen Villen-Besitzern bereits vor längerer Zeit ein persönliches Gespräch angeboten. Grasl sagt, er sei davon ausgegangen, dass dies in diesen Tagen stattfinden würde. „Wenn nun der Falsche das Grundstück kauft, wird er vielleicht das bestehende Baurecht voll ausschöpfen und die Villa nicht sanieren“, fürchtet der Rathauschef. Er gibt Ferres’ PRBeraterin Recht: Laut Gesetz könnte das Seegrundstück geteilt und mit einem zweiten Haus bebaut werden.

Tanja Lühr, Carl-Christian Eick, dpa

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