Versäumnis der Polizei: Rechten-Trio freigesprochen

Gauting - Weil sie am Gautinger Bahnhof zwei Münchner niedergeschlagen haben sollen, musste sich ein Trio vor Gericht verantworten. Aus Mangel an Beweisen wurden die Angeklagten, die der rechten Szene zugeordnet werden, freigesprochen.

Die Polizei hatte die drei (45, 24 und 23 Jahre alt) aufgegriffen, nachdem auf der Treppe des Gautinger Bahnhofs zwei Münchner von Unbekannten niedergeschlagen und verletzt worden waren. Vor Gericht mussten sie sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der Vorfall hatte sich am 1. Mai 2010 ereignet. Die drei Angeklagten bestritten beim Amtsgericht Starnberg die Tat. Sie waren am fraglichen Abend wie andere, überwiegend schwarz gekleidete Demonstranten auf dem Weg zu einer rechten Mai-Kundgebung in Erfurt gewesen.

Eine Zeugin wollte dagegen zwei der drei Angeklagten erkannt haben. Sie verwickelte sich bei ihrer Aussage zur Personen-Beschreibung der Angreifer aber ebenso in Widersprüche wie die Geschädigten. Zudem soll ein Teil der Angreifer damals vermummt gewesen sein.

Den Verteisigern gelang es zudem, den Beamten der Polizei Gauting Ermittlungsversäumnisse nachzuweisen: Geschädigten und Zeugin seien weder Bilder vorgelegt worden noch habe eine persönliche Gegenüberstellung stattgefunden, folgerten sie aus den Lücken in den Akten. Aus Mangel an Beweisen wurde das Trio schließlich freigesprochen.

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