Versuchte Attacke mit Sprühsahne

Ein verzweifelter Obdachloser wollte die Polizeiautos mit Sprühsahne "verschandeln"

Grünwald - Ein verzweifelter Obdachloser hat mit einer ungewöhnlichen Aktion versucht, ins Gefängnis zu kommen.

Die Freude an einem Leben in Freiheit war bei einem Münchner, der am Freitagvormittag die Polizeiinspektion Grünwald aufsuchte, offenbar erschöpft. Zu Fuß näherte er sich der Polizeiwache, mit der einen Hand zog er einen Rollkoffer hinter sich her, in der anderen hielt er ausgestreckt eine sprühbereiten Schlagsahneflasche. Entschlossen steuerte der 51-Jährige auf den Parkplatz der Polizeiwache zu, wo ein Einsatzfahrzeug geparkt war.

Einem diensthabenden Polizeihoberwachtmeister kam dieses Verhalten spanisch vor, er hielt den Mann auf und fragte ihn, was er denn mit der Schlagsahne vorhabe. „Ich will das Einsatzfahrzeug mit Sahne verschandeln“, brach es aus dem Mann hervor.

Auf der Wache stellte sich laut Polizeiangaben schnell heraus, dass der Münchner, weder über eine Wohnung noch über eine Arbeit verfügte. Er wolle nicht mehr im Obdachlosenheim wohnen, sagte der Mann. Die Beamten durchsuchten seinen Koffer und fanden neben Kleidern und Hygieneartikeln ein Foto von der verstorbenen Freundin des Mannes. Er habe nichts mehr zu verlieren, er sei verzweifelt, gestand der Münchner, er wolle ins Gefängnis.

Im Gespräch mit dem Beamten wurde aber auch klar, dass der 51-jährige Münchner eigentlich keine Straftat begehen wollte. Nach langem Zureden, gelang es dem Polizeibeamten, dem Mann zu ermutigen, es doch noch einmal auf dem Arbeitsamt zu versuchen. Unverrichteter Dinge und mit weißer Weste, verabschiedete sich der Obdachlose. (icb)

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