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„Die juristischen Vorgaben sind sehr hoch“

Versuchte Vergewaltigung in Münsing: Polizei muss Tätersuche einstellen 

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Der Tatort: Hier wurde eine junge Frau nach der Münsinger Johannifeier Opfer einer versuchten Vergewaltigung. 

Bei der Münsinger Johannifeier wurde eine 26-Jährige Opfer einer versuchten Vergewaltigung. Die Polizei versuchte mit einer DNA-Reihenuntersuchung den Täter zu finden. Doch nun ist Schluss. 

Münsing – Es deutet vieles darauf hin, dass die versuchte Vergewaltigung am Rande der Münsinger Johannifeier im vergangenen Sommer nicht aufgeklärt werden kann. „Wenn sich keine neuen Hinweise ergeben, werden wir den Fall unaufgeklärt an die Staatsanwaltschaft übergeben müssen“, erklärt Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Kriminalpolizei hatte mit einer DNA-Reihenuntersuchung versucht, den unbekannten Täter zu ermitteln. „Die Ergebnisse waren allesamt negativ“, berichtet Sonntag. Damit seien die Möglichkeiten der Polizei momentan ausgeschöpft. Wie berichtet war es der Polizei gelungen, eine DNA-Spur des Täters herauszuarbeiten. 15 Männer aus Münsing, auf die die Beschreibung des Opfers passte, mussten daraufhin eine Speichelprobe abgeben. Allerdings ergab sich keine Übereinstimmung. Bemühungen, die Reihenuntersuchung auf weitere Personen auszuweiten, haben sich laut Sonntag zerschlagen. „Die juristischen Vorgaben dafür sind sehr hoch.“ 

Opfer der versuchten Vergewaltigung war eine 26-jährige Münsingerin. Die junge Frau hatte am 25. Juni 2017 die Johannifeier des örtlichen Burschenvereins besucht. Als sie gegen 3.30 Uhr nach Haue gehen wollte, folgte ihr der Unbekannte und riss sie 200 Meter vom Festgelände entfernt nieder. Die Vergewaltigung scheiterte, weil sich die junge Münsingerin zur Wehr setzte. Sie beschrieb ihren Peiniger als Mann mit kurzen, dunklen, schwarzen Haaren und mit dunkler Hautfarbe. Daraufhin bat die Kriminalpolizei zunächst Asylbewerber, Speichelproben abzugeben – ein Vorgehen, das in Münsing Kritik hervorrief. Die Polizei, so Stefan Sonntag, ist damit trotz vieler zusätzlicher Foto- und Videoauswertungen sowie Zeugenbefragungen erfolglos geblieben.

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