Verzweifelte Suche nach Christian R.: Ist der 17-Jährige ertrunken?

Fraunberg - Wo ist Christian R.? Diese Frage stellen sich nicht nur die verzweifelten Eltern und Angehörigen des 17 Jahre alten Fraunbergers, sondern auch weit über 100 Einsatzkräfte. Seit Sonntagmittag suchen sie nach dem jungen Mann. Der schlimme Verdacht: Er könnte ertrunken sein.

Christian R.

Am Samstagabend besuchte Christian R. eine private Party in Fraunberg. Mitten in der Nacht, gegen 2 Uhr, trat er mit zwei Freunden den Heimweg an. Doch zu Hause kam er nie an. Seine Spezln sagten aus, auf halber Strecke sei der junge Mann, der bald 18 Jahre alt wird, einfach umgekehrt. Am Sonntagmittag wurde eine groß angelegte Vermisstensuche ausgelöst. Bis Montagabend suchten an die 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Wasserwacht, Arbeiter Samariter Bund, DLRG und Rotem Kreuz nach dem jungen Mann. Gegen 17.30 Uhr wurde die Sucher erfolglos abgebrochen. Ausgangspunkt bildete die Strogen im Bereich zwischen dem Fraunberger Schloss sowie den Weilern Hatting und Angelsbruck. Hier konnte in der Nacht auf Sonntag um 3 Uhr das Handy von Christian R. letztmals geortet werden. Seither sind keine Signale mehr zu empfangen.

Kreisbrandmeister Franz Ganslmaier berichtet, dass ein ausgedehnte Suche mit Hundertschaften der Polizei aufgrund der Unwegsamkeit des Geländes ausschied. „Stattdessen hat die Polizei einen Hubschrauber eingesetzt, der mit einer Wärmebildkamera das gesamte Areal immer wieder abflog.“

Am Boden machten sich die Retter der Feuerwehr Aschheim sowie des Arbeiter Samariter Bundes einsatzklar. Sie verfügen über speziell trainierte Hunde, so genannte Mantrailer- und Flächensuchhunde. Diese schnüffelten nicht nur die Uferbereiche der weit verzweigten Strogen ab. Auf Booten der DLRG und der Wasserwacht Erding kamen sie auch auf dem Wasser zum Einsatz. Mit ihren feinen Nasen sind die Tiere in der Lage, Lebewesen sogar unter der Wasseroberfläche aufzuspüren. Rettungstaucher standen die ganze Zeit über Gewehr bei Fuß. Wegen des trüben, aufgewühlten Wassers schieden Tauchgänge zumindest in den Tümpeln aus.

Unterstützt wurden die Suchmannschaften von den Feuerwehren der Umgebung, auch die Stützpunktwehren Erding und Altenerding wurden alarmiert, um das Suchgebiet auszuleuchten. Montagnacht um 2 Uhr wurde die Suche vorläufig ergebnislos abgebrochen. Am Morgen des Allerheiligentages wurde sie mit weiteren 60 bis 80 Rettungskräften fortgesetzt. Erneut kamen Spürhunde zum Einsatz. Nach Auskunft von Wasserwacht-Kreisvorsitzendem Alois Schießl wurden bis zum Einbruch der Dunkelheit fünf Tümpel sowie zweieinhalb bis drei Flusskilometer akribisch durchkämmt. Christian R. ist 1,80 Meter groß. Bekleidet war er mit einer dunkelgrauen Hose, einem weißen Hemd und einer dunklen Strickjacke.

Hans Moritz

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