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Viele Glätteunfälle in der Region: Sechs Verletzte, über 100.000 Euro Schaden

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Von: Sabine Schörner, Felicitas Bogner

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Durch den starken Wintereinbruch am Wochenende im Tölzer Land kam es auf den glatten Straßen zu zahlreiche Rutschpartien und Unfällen.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Winterliche Kälte und viel Neuschnee brachten am dritten Adventswochenende nicht nur vorweihnachtliche Stimmung ins Tölzer Land. Viele Straßen im Landkreis verwandelten sich in gefährliche Rutschbahnen. Bei Glätteunfällen gab es insgesamt sechs Verletzte, der Blechschaden summiert sich auf über 100.000 Euro..

Autofahrt im Winter
Der Wintereinbruch forderte einige Unfälle auf den glatten Straßen im Landkreis. © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Mit Alkohol im Blutins Schleudern geraten

Es war sicherlich nicht nur die Glätte – aber auch –, die zu dem Unfall führte, den ein Münchner (18) alleinbeteiligt am Samstag gegen 0.55 Uhr verursachte. Laut Polizei fuhr der junge Mann mit einem Skoda auf der B 13 in Richtung Bad Tölz. Kurz vor der Gärtnerei kam er auf der winterglatten Straße nach links von der Fahrbahn ab und streifte mehrere Bäume. Hierbei verletzte sich der Münchner leicht an der Halswirbelsäule. Sein Fahrzeug wurde an der linken Fahrzeugseite erheblich deformiert und musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf 4000 Euro geschätzt. Im Rahmen der Unfallaufnahme stellten die Beamten bei dem 19-Jährigen Alkoholgeruch fest. Ein Test ergab einen Wert von gut 0,8 Promille. Nach der Erstversorgung musste sich der Münchner daher einer Blutentnahme unterziehen. 18 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Reichersbeuern und Bad Tölz sowie der Rettungsdienst und ein Notarzt waren am Unfallort.

Glätteunfallfordert Verletzte

Drei Verletzte und ordentlich Sachschaden sind die Folge eines Glätteunfalls auf der Staatsstraße 2072. Am Samstagabend gegen 22.20 Uhr befuhr laut Polizei ein 56-jähriger Wackersberger mit seinem Auto die Staatsstraße von Bad Tölz kommend in Richtung Geretsried. Aufgrund der Schneeglätte kam er mit seinem Fahrzeug in einer Linkskurve auf Höhe Roßwies ins Schleudern und stieß mit dem Heck gegen den entgegenkommenden Wagen eines 42-jährigen Tölzers. Bei dem Zusammenprall wurden beide Fahrzeugführer sowie ein Beifahrer leicht verletzt. Der 56-jährige Wackersberger kam vorsorglich mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Blechschaden beläuft sich auf 13 000 Euro.

Schneedecke auf B 13 führt zu Totalschaden

Erst gegen eine Leitplanke und dann gegen die Felswand geprallt ist eine Augsburgerin (38), als sie am Samstag auf der Bundesstraße 13 ins Schleudern geraten ist. Laut Polizeiangeben befuhr die Augsburgerin mit dem in den Niederlanden zugelassenen Auto ihres Schwiegervaters gegen 13 Uhr die B 13 von Lenggries aus kommend in Richtung Sylvensteinsee. Aufgrund der schneebedeckten Fahrbahn kam die Fahrerin zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und touchierte dort eine Leitplanke. Durch starkes Gegenlenken nach links drehte sich das Fahrzeug mehrfach um die eigene Achse, schleuderte über die Gegenfahrbahn und prallte dort schließlich gegen eine Felswand. Das berichtet die Polizei. Die 38-Jährige blieb dabei zum Glück unverletzt. An dem Fahrzeug entstand hingegen ein Totalschaden. Der Pkw musste abgeschleppt werden.

Kollision mit Anhänger auf Mautstraße

Zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Auto-Anhängergespann kam es am Samstagnachmittag auf der Mautstraße zwischen Vorderriß und Wallgau. Gegen 13.45 Uhr fuhr laut Polizeibericht ein 55-jähriger in Italien wohnhafter italienischer Staatsangehöriger mit seinem Pkw in Richtung Wallgau. Kurz nach der Mautstation kam ihm ein 52-Jähriger aus Irschenberg mit seinem Gespann, bestehend aus Pkw und Anhänger, entgegen. Der 55-Jährige bremste ab und geriet aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse ins Schleudern. Dabei stieß er seitlich gegen das entgegenkommende Gespann und drückte dieses von der Fahrbahn. Die 46-jährige Beifahrerin des Italieners wurde, wie auch der 52-jährige Irschenberger, bei dem Zusammenstoß leicht verletzt. Der Pkw mit Anhänger war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird mit insgesamt 35 000 Euro beziffert.

Von Straße gerutscht und überschlagen

Wahrhaftig Glück im Unglück hatte am Samstagnachmittag ein 20-jähriger Lenggrieser. Wie die Polizei mitteilt, befuhr er mit seinem Pkw die Staatsstraße 2072 von Lenggries in Richtung Wegscheid. Auf Höhe Schellenburg/Untermurbach geriet der 20-Jährige mit seinem Fahrzeug auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen, kam nach links von der Fahrbahn ab und fuhr eine Böschung hinab. Sein Wagen überschlug sich dabei und blieb anschießend in der angrenzenden Wiese auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und blieb glücklicherweise unverletzt. Der Wagen musste abgeschleppt werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 15 000 Euro.

In Rechtskurve in Gegenverkehr geraten

Auch im Loisachtal waren die Straßen glatt und gefährlich. Zum Verhängnis wurde das einem 50-jährigen Mann aus Weilheim. Am Samstagabend gegen 17.30 Uhr befuhr er laut Polizei mit seinem Pkw die Mittenwalder Straße in Kochel am See in Richtung Kesselberg. Kurz nach der Einmündung zur Badstraße rutschte der 50-Jährige in der Rechtskurve mit seinem Pkw aufgrund der winterglatten Fahrbahn nach links in den Gegenverkehr. Dort prallte er mit einer 31-jährigen Autofahrerin aus Schlehdorf zusammen. Bei dem Zusammenstoß blieben glücklicherweise beide Beteiligten unverletzt. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von insgesamt rund 20 000 Euro.

Zwei Unfällein Königsdorf

Zwei Unfälle meldet die Geretsrieder Polizei aus der Gemeinde Königsdorf: Am Samstag gegen 16.50 Uhr war ein 37-jähriger Königsdorfer mit seinem Pkw auf der Tölzer Straße in Richtung B11 unterwegs. An der Einmündung konnte er aufgrund des Gefälles und der Schneeglätte nicht mehr rechtzeitig anhalten. Sein Pkw rutschte geradeaus über die B11 und prallte auf der anderen Straßenseite gegen den geparkten Pkw eines 71-jährigen Königsdorfers. Es entstand ein Gesamtschaden von 6000 Euro. Wie sich herausstellte, hatte der 37-Jährige noch Sommerreifen an seinem Auto. Der zweite Unfall ereignete sich ebenfalls am Samstag gegen 12 Uhr. Zu dieser Zeit fuhr eine 31-jährige Eurasburgerin mit ihrem Pkw die Staatsstraße 2064 von Beuerberg in Richtung Königsdorf. Bei Hofstätt kam ihr Wagen vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf der schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern und rutschte in den Straßengraben. Der Schaden am Pkw beläuft sich auf 5500 Euro.

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