Grenzenlose Freiheit auf 14 Metern

Vier junge Tölzer brechen zu Weltumseglung auf - und bringen vorher ein großes Opfer

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Guter Dinge nach vier Wochen auf See (v. li.): Michael Bischof, Tim Hund und Tommi Schwarz in der Haslar Marina in Portsmouth.

Vier junge Tölzer haben sich vor Kurzem entschieden, die Welt zu umsegeln. Drei Jahre lang werden sie gemeinsam auf einem Boot verbringen. Doch ein Opfer galt es vorher zu bringen.

Dover/Bad Tölz – Ein Opfer mussten die Vier schon bringen: Bevor es los ging, haben sie ihre Beziehungen beendet. „Hart, aber es geht nicht anders“, sagt Tommi Schwarz, der sich schon vor ein paar Monaten von seiner Freundin getrennt hat. Er ist einer der vier, die sich wie viele Jugendliche nach dem Abitur auf die Suche nach einem Abenteuer machen. Doch Tim Hund (20), Michael Bischof (18), Tommi Schwarz (18) und Vincent Goymann (18) reichte es nicht, für zwei Monate nach Australien oder Indonesien zu fliegen. Nein, die vier wollten einmal um die Welt. Über die Barfußroute. Mit dem Segelschiff.

Drei Jahre lang haben sich die vier dafür Zeit eingeräumt. Seit dem 20. September sind sie auf See. Den ersten Sturm mit Zwei-Meter-Wellengang und kurzer Panik haben sie bereits hinter sich. Keiner von ihnen – bis auf Segelscheininhaber Hund, dessen Bruder Marian erfolgreicher Kite-Surfer ist – hat irgendeine Erfahrung mit Schiffen. „Ich war das letzte Mal mit sechs Jahren auf einem Boot“, sagt Schwarz. „Ein Schlauchboot mit Außenbordmotor.“

Durch Norwegen geradelt und durch Spanien gepaddelt

Doch mit Abenteuern kennen sie sich aus. In gleicher Besetzung radelten sie bereits wochenlang durch Norwegen, paddelten durch Spanien. Doch dies nun wird eine neue Erfahrung.

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Die Abenteuerlust ist spürbar, alle freuten sich auf die Herausforderung, das Gemeinschaftsgefühl und die Erfahrungen. Vor dem Start von der Ostseeinsel Fehmarn war ihnen doch ein wenig mulmig zumute. Angst hat keiner. „Aber Respekt. Wir sind gespannt auf die ersten kritischen Situationen.“ Auf die mussten sie nicht lange warten. Sie hatten zu kämpfen mit Dieselfäule, verursacht durch Rückstande von Biodiesel, Strömungen, die sie zu Kursänderungen zwangen, oder heftigen Windböen am Ende des Nordostseekanals mit zwei Meter hohen Wellen. „In der Situation fanden wir das komplett krass und gefährlich“, sagt Schwarz. „Aber im Nachhinein war es, glaube ich, gar nicht so wild.“

Nichts im Vergleich zu dem, was laut Plan ab Dezember auf die Vier wartet. Merkur.de hat sich noch ausführlicher mit den Burschen unterhalten.

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