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Im Holzpavillion: Veganes Café eröffnet am „Zukunftsbahnhof Freising“

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Von: Tanja Kipke

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Die Betreiber des Cafés Siggis am Freisinger Bahnhof, Sigrid Lutz und Florian Högel
Die Zeit ist reif für ein veganes Café: Davon ist „Siggis“-Gründerin Sigrid Lutz, die die Geschäfte zusammen mit ihrem Sohn Florian Högel führt, überzeugt. © Lehmann

Als Teil des Projekts „Zukunftsbahnhof Freising“ eröffnet am 12. Dezember das neue vegane Café Siggis. Wir haben der Gastronomie vorab einen Besuch abgestattet.

Freising – Das Projekt „Zukunftsbahnhof Freising“ ist so gut wie abgeschlossen. Die DB Station &Service AG hat jetzt „den letzten Baustein“ einer ganzen Reihe von Verbesserungsmaßnahmen vorgestellt. Es handelt sich um den Holzpavillon gegenüber dem Bahnhofsgebäude, in dem am Montag, 12. Dezember, das vegane Café Siggis eröffnet. Jetzt wurde das Projekt erstmals vorgestellt.

Veganes Café eröffnet in Freising: „Gebäude besteht komplett aus Holz“

Der Bau hatte für Kopfschütteln gesorgt hat, weil dafür knapp zwei Drittel des Parkplatzes weichen mussten. Wie DB-Projektleiterin Stefanie Ehlert jetzt bei der Präsentation im Café „Siggis vegan coffee & go“ verriet, hat man allein für den Pavillon 500.000 Euro in die Hand genommen. Insgesamt wurde eine Million Euro in das Projekt „Zukunftsbahnhof Freising“ investiert. Der 61 Quadratmeter große Holzpavillon stellt ein Novum dar. „Erstmals hat die DB hierfür ein Gebäude an einem Bahnhof errichtet, das komplett aus Holz besteht“, heißt es in einer Pressemitteilung. Es ist die Rede von „einem modernen, nachhaltigen Pavillon“, der „von einem regionalen Partner gebaut wurde“.

Florian Högel und Stefanie Ehlert schneiden Eröffnungs-Kuchen im Café Siggis an
Zwei Torten gab’s zur Präsentation – angeschnitten von Florian Högel und DB-Projektleiterin Stefanie Ehlert. © Fischer

Freising nimmt damit eine Sonderstellung ein, unter bundesweit 16 Städten, in denen das Projekt „Zukunftsbahnhof“ verfolgt wurde. Als Beispiele, was man vor Ort alles in die Tat umgesetzt hat, nannte Bahnhofsmanagerin Mareike Schoppe die Personenunterführung, die einladender gestaltet worden sei und eine Self-Service-Reparatursäule. Dass man ganz bewusst „Fahrräder in den Fokus genommen hat,“ machte Schoppe auch an den 800 neuen Fahrradstellplätzen fest, die die Stadt mit Unterstützung der Bahn geschaffen habe.

Neues Café am Freisinger Bahnhof mit 100 Quadratmeter großer Terrasse

Dass Autofahrern durch den Pavillon am Bahnhof jetzt weniger Parkplätze zur Verfügung stehen, hält Schoppe für hinnehmbar. Der Park+Ride-Platz auf der anderen Seite biete ausreichend Parkmöglichkeiten, erklärte sie auf Nachfrage.

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Das vegane Café der Siggis enterprise GmbH, das über 18 Sitzplätze und eine 100 Quadratmeter große Terrasse verfügt, soll Ergänzung des bestehenden gastronomischen Angebots und zusätzlicher Anreiz für die Fahrgäste sein. Die DB erfüllt damit erklärtermaßen den Wunsch vieler Fahrgäste. Dass die Zeit für ein veganes Café reif ist, davon ist „Siggis“-Gründerin Sigrid Lutz, die die Geschäfte zusammen mit ihrem Sohn Florian Högel führt, überzeugt.

Das Unternehmen habe bereits gute Erfahrungen gemacht – unter anderem mit veganen Restaurants und Cafés in München. „Wir expandieren“, stellte sie zufrieden fest und verwies auf ein „einmaliges, individuell auf Freising zugeschnittenes Gesamtkonzept“. Alles werde nachhaltig und frisch zubereitet, versprach Lutz. An Kundschaft mangelt es offenbar nicht.

Noch während der Präsentation standen plötzlich Passanten in der Tür. Sie dachten, das Café sei schon geöffnet. Kein Wunder, es duftete verführerisch nach frischen Weißwürsten. Natürlich vegan, aber „lecker“, wie Lutz schwärmte.
Alexander Fischer

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