Sensationsfang bei Hechtjagd

Angler ziehen diesen Monster-Wels aus dem Wörthsee

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Die Glücksangler mit einem Prachtexemplar: Der Wels aus dem Wörthsee ist 2,25 Meter lang und 55 Kilogramm. 

Wörthsee - Ein Angler-Duo hat einen Sensationsfang gemacht: Georg Scheitz jun. und Ludwig Manusch zogen einen Monster-Waller aus dem Wörthsee.

„Wir hatten eine Tageskarte, um auf dem Wörthsee angeln zu können“, erzählt der Andechser Georg Scheitz jun. Mit im Boot war Ludwig Manusch. Eigentlich wollten die die beiden jungen Männer, die seit der Schulzeit befreundet sind, auf Hechtjagd gehen. Doch das Glück, einen guten Fang zu machen, schien ihnen nicht hold. „Wir waren bereits um 5 Uhr früh auf dem See. Doch es biss den ganzen Tag nichts an.“ Gegen 19 Uhr beschloss das Angler-Duo, die Sachen zu packen und unverrichteter Dinge nach Hause zu fahren. „Und da schnappte plötzlich der aus dem Nichts auftauchende Waller nach unserem Köder. Es handelte sich um einen 30 Zentimeter langen Gummifisch, der eigentlich für den Hechtfang gedacht war“, erzählt Scheitz.

Der Glücksangler Georg Scheitz mit seinem sensationellen Fang: 2,25 Meter lang und 55 Kilogramm schwer ist der Fisch.

Nun war guter Rat teuer. Denn so einfach wollte sich der Wels nicht in sein Schicksal ergeben und zog, was die Flossen hergaben. „Während ich versuchte, ihn an der Angel zu halten, ruderte der Ludwig wie ein Weltmeister der Angelschnur hinterher. Wir mussten höllisch aufpassen, dass die Schnur nicht reißt.“ Irgendwann verließen den Waller die Kräfte. Ihn mit dem Kescher aus dem See zu fischen, war nicht möglich. „Der hätte einfach nicht reingepasst“, sagt Scheitz. Deshalb zog Ludwig Manusch extra starke Handschuhe an und wandte den so genannten Wallergriff an. Das bedeutet, der Fischer muss den Wels im Maul zu fassen kriegen, um ihn dann ins Boot zu ziehen. Georg Scheitz: „Ohne Handschuhe wäre dies nicht möglich gewesen, weil die Zähne des Wallers viel zu scharf sind, um das Wagnis einzugehen.“

Wie lange es genau gedauert hat, bis der Sensationsfang schließlich im Boot und dann an Land gut verstaut war, weiß Scheitz nicht mehr. Ziemlich erschöpft, aber in der Euphorie des Anglerglücks fuhren die beiden 21-Jährigen Studenten nach Hause, um den Fisch fachgerecht zu filetieren. „Wir haben auch sofort zwei Portionen in die Pfanne gelegt und waren erstaunt, wie gut der relativ alte Fisch doch schmeckte. Das muss am Wörthsee liegen, weil dort das Wasser sehr sauber ist. Wäre der Waller in einem vermoosten Fischweiher groß geworden, wäre er wahrscheinlich ungenießbar gewesen.“ Scheitz schätzt, dass der Wels einige Jahrzehnte auf dem Buckel hatte.

Und wo ist der Rest des Fisches? Scheitz: „In Portionen aufgeteilt in der Gefriertruhe. Die ist jetzt bis zum Rand voll. Wir suchen zurzeit nach den besten Waller-Rezepten und werden mit dem Fisch-Vorrat wohl einige Zeit überbrücken können.“

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