Ehemann festgenommen

Frau (52) getötet: Sohn ruft Polizei

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In diesem Haus um Warngauer Ortsteil Wall wurde am Montagmorgen eine Frau tot aufgefunden.

Warngau - Gewaltverbrechen im Warngauer Ortsteil Wall: Eine 52-jährige Frau wurde am Montag in den frühen Morgenstunden tot aufgefunden. Ihr Ehemann (53) wurde festgenommen.

Der 24-jährige Sohn, ein erfahrener Feuerwehrmann, wusste sofort, dass hier dringend die Ermittler ins Haus kommen müssen. Seine Mutter lag tot in der Wohnung, gegen 7 Uhr rief der Flori vom großen Anwesen in Wall (Kreis Miesbach) aus bei der Einsatzzentrale der Polizei an. Er bat um schnelle Hilfe, so der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. Beamte fanden in der Wohnung die leblose 52-jährige Ursula „Uschi“ B. Die dreifache Mutter war vermutlich erstochen worden, unter dringendem Tatverdacht wurde ihr ein Jahr älterer Ehemann Max „Maxi“ B. festgenommen. Dieser verzichtete auf jegliche Gegenwehr. Am Nachmittag war der Kachelofenbauer dann bei der Vernehmung durch Miesbacher Kriminalpolizisten. Er steht unter dringendem Tatverdacht, so die Ermittler, seine Ehefrau gewaltsam getötet zu haben.

Im Ort Wall, der zur Gemeinde Warngau gehört, herrscht Fassungslosigkeit – darüber, dass Maxi B. zu dieser Tat fähig sein konnte. Das Paar hat drei Kinder – zwei Töchter (17 und 19) sowie den 24-jährigen Sohn. Zu fünft bewohnen sie das große Anwesen, das zum Teil auch vermietet ist. Maxi B. ist fest in der Gemeinde integriert: bei der Feuerwehr, früher auch im Trachtenverein, in dem Ursula ebenfalls gerne ihre Freizeit verbrachte. Leute sprechen über die beiden als „hochanständige Leute“. Maxi B. sei ein ruhiger, stets hilfsbereiter Bürger.

Bilder vom Tatort

Gewaltverbrechen in Warngau: Frau (52) getötet

Vor zehn Jahren hat Maxi B. den Schritt in die Selbstständigkeit als Ofenbauer gewagt. Zuvor hatte er eine Lehre absolviert und im Ort gearbeitet – zur vollsten Zufriedenheit der Kunden. Auch mit seinem eigenen Geschäft lief es offenbar gut – von Klagen über die Auftragslage wusste jedenfalls niemand. Vor Tagen noch wurde er in der Nachbarschaft gesehen, wie er bei einem Bekannten für einen neuen Ofen Maß nahm. Er wirkte da gut gelaunt.

Traditionsbewusster Trachtler, langjähriger Feuerwehrmann, bodenständiger Handwerker –wie passt das mit einer solchen Gewalttat zusammen? Das muss nun die Kripo herausfinden. Während die Kinder des Ehepaares gestern vom Kriseninterventionsteam betreut wurden, fand in der Münchner Rechtsmedizin die Obduktion der Leiche statt. Ein Ergebnis, wie die Frau ums Leben kam, steht noch aus.

MC/AGE

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