Streik auf großen Flughäfen: Auch München betroffen

München - Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat nun auch Auswirkungen für den Flugverkehr. In München ist Bodenpersonal in einen Warnstreik getreten. Für den FC Bayern ziemlich ungüstig: Die Mannschaft muss nach Marseille fliegen.

Eine Übersicht aller derzeit gestrichenen Flüge finden Sie unter diesem Link:

Im Rahmen der bundesweiten Warnstreiks von Flughafenpersonal sind am Dienstag auch Mitarbeiter des Münchner Airports in den Ausstand getreten. Demnach müssen sich Flugreisende in Bayern auf massive Verspätungen und Flugausfälle einstellen. “In München sind rund 80 Flüge betroffen, mehrheitlich Verbindungen innerhalb Deutschlands oder nach Europa“, sagte ein Flughafensprecher der Nachrichtenagentur dpa. “Zur Zeit funktioniert aber alles noch relativ reibungslos.“

Auf einen unkomplizierten Flug hofft auch der FC Bayern München: Die Mannschaft fliegt am heutigen Dienstag von München aus nach Marseille, wo sie am Mittwoch im Championsleague Viertelfinalhinspiel gegen Olympique Marseille antreten muss.

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Rund 100 Beschäftigte hätten am frühen Dienstagmorgen ihre Arbeit niedergelegt. Vor allem das Bodendienstpersonal, das die Koffer ein- und auslädt, sowie einige Fahrer von Lotsenfahrzeugen arbeiteten nicht. Wie weit sich der Warnstreik im Laufe des Vormittags ausdehne, sei allerdings nicht abzusehen, sagte der Pressesprecher. “Denn wenn der Sicherheitsdienst oder gar die Feuerwehr streikt, dann steht der Flughafen, dann geht nichts mehr“.

Mittags sollte der Streik wieder beendet werden. Betroffen von den Auswirkungen der Warnstreiks in Deutschland ist auch der Flughafen Nürnberg, obwohl dort nicht gestreikt wird. Dort würden einzelne Verbindungen ausfallen, sagte eine Sprecherin.

Die Gewerkschaft Verdi hatte in München in der Zeit zwischen 04.30 Uhr und 12.00 Uhr zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Verdi fordert in dem Tarifstreit für die rund zwei Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens 200 Euro. Die Arbeitgeber bieten bisher 3,3 Prozent mehr Gehalt für zwei Jahre. Mit den Warnstreiks an großen deutschen Flughäfen am Dienstag möchte die Gewerkschaft weiteren Druck in den Tarifverhandlungen ausüben.

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dpa

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