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Verkehrschaos soll entzerrt werden

Wer an diesem Einkaufszentrum falsch parkt, bekommt eine saftige Strafe

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Bei der Einfahrt am Parkdeck des E-EinZ an der Eichthalstraße steht ein Schild mit den Parkregeln

Wer am Ebersberger Einkaufszentrum E-EinZ gegen die Parkregeln verstößt, muss eine saftige Strafe bezahlen. Das schmeckt nicht allen, hat aber einen triftigen Grund. 

Ebersberg – Rosemarie Schaffarczyk ist geladen: 19 Euro sollen Sie und ihr Mann bezahlen. Weil ihr Mann beim Ebersberger Einkaufszentrum E-EinZ geparkt hat, ohne die Parkscheibe ins Auto zu legen. „Wir waren nur 45 Minuten beim Einkaufen“, sagt die 76-jährige Ebersbergerin. „Wir bezahlen natürlich. Wir wissen, dass wir etwas falsch gemacht haben“, sagt sie. Ihr gehe es um die Höhe. Jeden Tag kaufe sie im E-EinZ ein. Einmal habe ihr Mann nun die Parkscheibe vergessen. „Ich lasse mir fünf, oder zehn Euro eingehen, aber doch nicht gleich 19 Euro“, schimpft sie. So wie dem Ehepaar Schaffarczyk ging es einigen Autofahrern, die in den letzten Wochen auf dem Parkdeck oder in der Tiefgarage des E-EinZ ohne Parkscheibe parkten. Wer sie vergessen hat, bekam eine Zahlungsaufforderung ans Auto geheftet.

Rosemarie Schaffarczyk ist sauer über die Strafe.

Der Grund für die saftige Strafe...

Carolin Schels vom Centermanagement des E-EinZ sagt, dass es einen triftigen Grund für die Strafen gebe: Das absolute Verkehrschaos, das durch Dauerparker in den letzten Monaten entstanden sei. Pendler hätten ihre Fahrzeuge bis zu 24 Stunden stehen gelassen. „Wir mussten handeln“, sagt Schels. Die privaten Parkplätze werden von einer GmbH mit Sitz in Landshut betrieben. Der Chef ist Werner Nuoffer. Er sagt: „Kunden, die Einkaufen wollten, fanden keinen Parkplatz mehr.“ Der Lieferverkehr konnte nicht mehr anfahren, es staute sich bis auf die Zufahrtsstraßen der Stadt. Ein gefährliches Verkehrschaos.

Parken am  E-EinZ in Kürze

Beim Ebersberger Einkaufszentrum E-EinZ stehen für Kunden insgesamt 280 Parkplätze auf dem Parkdeck und in der Tiefgarage zur Verfügung. Drei Stunden dürfen Autofahrer auf dem Privatgelände parken, wenn sie eine Parkscheibe sichtbar in ihr Fahrzeug legen. Die offizielle Parkzeit geht von 6.15 bis 20.30 Uhr. Wer keine Parkscheibe im Auto liegen hat oder die erlaubte Parkzeit überschreitet, muss ein Parkentgelt in Höhe von 19 Euro bezahlen. Wer sein Auto unrechtmäßig in der Feuerwehrzufahrt abstellt, zahlt 30 Euro.

Laut Nuoffer gebe es seit Eröffnung des Einkaufszentrums eine Parkscheibenpflicht. Lange sei nicht kontrolliert worden. Um das Parkchaos zu entzerren, habe man neue Schilder auf dem Parkplatz angebracht und auf Gebühren bei Nichteinhaltung der Regeln hingewiesen. Dass diese nicht gut sichtbar seien, wie Rosemarie Schaffarczyk kritisiert, sieht Nuoffer anders. Direkt bei der Einfahrt stehe ein großes Schild, das man sehen müsse, sagt er.

Kostenlosen Parkplätze sollen bleiben

Ein Parkwächter kontrolliert nun seit Mitte Dezember. Erlaubt ist eine Parkzeit von drei Stunden mit Parkscheibe. Wie Nuoffer sagt, sei das Luxus. Nur so könne der Service der kostenlosen Parkplätze erhalten bleiben, betont Schels. Kritik der Kunden könne sie zwar nachvollziehen, betont aber: „Viele Kunden freuen sich, weil sie endlich wieder einen Parkplatz bekommen.“ Warum die Strafe mit 19 Euro recht hoch sei? Bei geringeren Strafen würden Dauerparker nicht abgeschreckt.

Laut Schels und Nuoffer machen sich die Kontrollen bereits bemerkbar. Die Überfüllung des Parkplatzes und das Chaos seien in den letzten Wochen immer weniger geworden. 

Hier geht‘s zur Vorgeschichte: Überwachung gegen Dauerparker

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