Lange Schlangen für die Päckchen

Wegen Black Friday: Lieferwagen-Kolonnen vor Amazon-Lager - Mit Trick kommt es nicht zum Chaos

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Stau im Gewerbegebiet Geiselbullach: Mehr Fahrzeuge werden eingesetzt, um den Ansturm in der Schnäppchenwoche und vor Weihnachten zu bewältigen. 

Der Black Friday und die beginnende Weihnachtszeit hat Folgen für Olching: Lange Schlangen an Fahrzeugen am Amazon-Auslieferungslager. Damit es nicht zum Verkehrskollaps kommt, behilft sich Amazon mit einem Trick.

  • Egal, wo man gerade hinsieht, er scheint überall: der sogenannte Black Friday (schwarzer Freitag), eine Rabatt-Aktion des Handels nach amerikanischem Vorbild.
  • Der Black Friday und Weihnachten haben ernste Folgen für Olching.
  • Rund um die Amazon-Niederlassung gibt es kein Durchkommen mehr.

Olching–  Am Freitag und schon die Tage zuvor sollten Schnäppchenjäger voll auf ihre Kosten kommen. Viele kaufen mittlerweile nicht nur in Läden, sondern auch im Internet ein – somit sind diese Tage mit die umsatzstärksten für den Online-Riesen Amazon. Allerdings bedeutet der Ansturm eine logistische Herausforderung für das Verteilerzentrum im Gewerbegebiet in Geiselbullach.

Es werden mehr Lieferwägen und auch mehr Mitarbeiter eingesetzt, erklärt Unternehmenssprecher Stephan Eichenseher. Konkrete Zahlen könne er nicht nennen. Man rüste sich damit jedoch auch schon für das lukrative Weihnachtsgeschäft.

Arbeitstag für Amazon-Fahrer beginnt erst nach dem Berufsverkehr

Damit es an der nahe gelegenen B471 nicht zum absoluten Chaos kommt, beginnt der Arbeitstag für die Amazon-Fahrer später. „Wir versuchen, den Berufsverkehr zu umgehen. Daher fahren unsere Fahrzeuge erst nach 9.30 Uhr bei uns los“, erklärt Eichenseher. Stau kostet das Unternehmen schließlich Zeit und Geld. Und die Kunden sollen ihre Pakete pünktlich erhalten.

Amazon klügelt System aus

Damit alles reibungslos abläuft, hat Amazon ein System ausgeklügelt. „Wir haben in Olching ein gut eingespieltes Team, unsere operativen Abläufe am Standort sind mit viel Zeit und Erfahrung getestet“, sagt der Unternehmenssprecher. Die Lieferfahrzeuge der externen Partner treffen in organisierten Wellen ein. Dann werden sie beladen. Gut zu sehen an der Schlange vor der Einfahrt. Um den Verkehr zu entzerren, werden die Gruppen mit einem 20- minütigen Abstand losgeschickt. Die Routen werden jeden Tag flexibel geplant, je nachdem, wie viel los ist.

Blaupause für weitere Amazon-Standorte

Das Verteilerzentrum im Olchinger Stadtteil Geiselbullach wurde 2015 als bundesweit erstes seiner Art in Betrieb genommen. Damals häuften sich Beschwerden über wild parkende Transporter der Dienstleister, die für den Online-Riesen arbeiten. Das Problem wurde aber in Zusammenarbeit mit der Stadt gelöst. Olching gilt auch als Blaupause für weitere Amazon-Standorte. Alles, was hier nicht so glückte, soll woanders besser laufen – zum Beispiel in Moosburg bei Freising, wo eine 6700-Quadratmeter-Logistikhalle entstehen soll. 

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