Bus prallt gegen Baum: Acht Verletzte

Landkreis – Anhaltende Schneefälle und starke Windböen haben den ganzen Mittwoch über den Verkehr nahezu zum Erliegen gebracht. Es kam zu Dutzenden Unfällen. Besonders schwer wiegen zwei Unglücke mit Bussen.

Kurz nach 8.30 Uhr wurde ein Linienbus nahe Eitting von einer Windböe erfasst und von der Straße in ein Feld gedrückt. Im Bus saßen neun Jugendliche, die unverletzt blieben. Schlimmer ging der zweite Busunfall aus.

Wind drückt bei Erding Bus gegen Baum

Zwischen Oberding und Schwaig war aufgrund des starken Windes ein Linienbus im Auftrag des MVV von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Baum geprallt. Das tonnenschwere Gefährt drohte umzukippen. Nach Angaben von Rupert Mangstl, Einsatzleiter Rettungsdienst des BRK, wurden acht der zwölf Insassen verletzt, darunter ein Fahrgast mittelschwer. Es überwogen Prellungen und Platzwunden. Mehrere Rettungswagen fuhren die Verletzten in die Kliniken Erding und Freising. Im Einsatz waren das BRK, der Malteser Hilfsdienst, das KIT, der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph I sowie die Feuerwehren Oberding, Schwaig, Erding und Altenerding. Der Bus wurde von der Feuerwehr abgestützt und von einem Kran geborgen.

Allein in der Zeit zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen nahmen die Erdinger Beamte 25 Unfälle auf. Bei Berglern erlitt eine 19-Jährige Nackenverletzungen und Schnittwunden, nachdem sich ihr Twingo bei Schneeglätte überschlagen hatte. In Schwaig kam es zu einer Dreifach-Kollision zwischen einem Citroen, einem Dodge und einem Bus. Die Beifahrerin im Citroen wurde leicht verletzt; Schaden: rund 7000 Euro. Unweit Eitting schätzte die Fahrerin eines Mercedes Vito die Länge der FTO-Einfädelspur falsch ein. Beim abrupten Bremsen landete der Lieferwagen auf dem Grünstreifen, wo er sich überschlug. Die Fahrerin erlitt Prellungen. Und in Walpertskirchen kamen sich auf der Kreisstraße ED 4 schneewehenbedingt ein Audi und ein Ford Ka zu nahe. Beim Streifzusammenstoß erlitt die Ford-Fahrerin leichte Verletzungen.

Ab dem Vormittag kam es zu einer Reihe weiterer kleinerer Unfälle, die jedoch zumeist glimpflich abliefen.

Viel Arbeit gab es auch für die Beamten der Dorfener Polizei. Bereits am Dienstagmorgen war ein rücksichtsloser Überholer (19) mit seinem Ford auf der B 388 auf Höhe Hilpolding in den Gegenverkehr geschleudert. Der Ford kollidierte mit dem VW eines 60-jährigen Taufkircheners. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Insgesamt kam es laut Inspektionsleiter Ulrich Milius zu sieben Unfällen ohne Verletzte und fünf mit Personenschaden. Nahe Aschberg (Gemeinde Isen) rutschte ein Toyota frontal in einen Raiffeisen-Lastwagen. Sei wurde mittelschwer verletzt. „An den Bergstrecken ging teilweise gar nichts mehr“, so Milius. Die Schneewehen hätten sich mancherorts einen Meter hoch aufgetürmt.

Fest im Griff hatte der Winter auch den Flughafen München. Nach Aussage von FMG-Sprecher Peter Prümm kam es bis zum frühen Nachmittag zu 120 Annullierungen und 124 Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Ursächlich waren die wechselseitig für Räumarbeiten gesperrten Start- und Landebahnen sowie das Enteisen sämtlicher Maschinen. Es kam zu Staus auf den Taxiways. Der Wind blies in Böen mit rund 90 Kilometern pro Stunde. Zu chaotischen Verhältnissen im Flughafen kam es laut Prümm deswegen aber nicht, viele hatten von den Ausfällen so rechtzeitig erfahren, dass sie gar nicht erst gekommen waren.

Hans Moritz

Rubriklistenbild: © Moritz

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