Schreckliches Szenario

Frau eineinhalb Stunden in Aufzug am Bahnhof Weilheim gefangen – Reaktion der Bahn enttäuscht

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Der Aufzug bei Gleis 1 am Weilheimer Bahnhof war in diesem Jahr schon mehrmals außer Betrieb. Seit gut einer Woche ist er wieder einmal defekt. Ein Schild, das darauf hinweist, gibt es nicht.

Dass der Aufzug an Gleis 1 am Weilheimer Bahnhof außer Betrieb ist, hat unsere Leserin Franziska Bernheim berichtet. Repariert wurde er noch nicht. Im Gegenteil!

Weilheim – Maiken Winter war am Freitag eineinhalb Stunden in eben dem Fahrstuhl gefangen. „Es war kein ,Defekt-Schild’ am Lift und er kam auch normal nach unten, als ich gedrückt habe“, sagte Winter, die noch ziemlich mitgenommen wirkte, nachdem sie aus dem Fahrstuhl befreit worden war.

Sie sei circa einen halben Meter gefahren, dann blieb der Aufzug stehen. Nach kurzer Zeit war ihr klar: „Ich bin stecken geblieben.“ Deshalb drückte sie den Notfallknopf – da tat sich aber nichts. 

Im Aufzug am Weilheimer Bahnhof gefangen: Erst nach eineinhalb Stunden kam jemand, um sie zu befreien

Denn wie ihr später gesagt wurde, hätte sie mindestens vier Sekunden lang auf den Knopf drücken müssen. „Das stand da aber nicht und ohne Handy wäre ich aufgeschmissen gewesen“, klagte die Betroffene. Denn weder von oben noch von unten konnte sie im Lift gesehen werden.

Maiken Winter blieb gestern mit dem Fahrstuhl stecken und musste eineinhalb Stunden darin warten.

Als Winter bei der Notfallhotline angerufen hat, wurde ihr gesagt, dass in einer halben Stunde jemand käme. „Aber erst nach eineinhalb Stunden kam die Dame, die mich am Ende befreit hat“, berichtete die Betroffene. Die „Retterin“ sei den weiten Weg von Wolfratshausen her gekommen.

Defekter Aufzug am Bahnhof Weilheim: Von der Deutschen Bahn kam keine Entschuldigung

Von Seiten der Bahn habe sie weder eine Entschuldigung noch einen heißen Kaffee bekommen. „Es war eiskalt und ich war total durchgefroren“, schilderte Winter. „Man kann ja nur froh sein, dass es mir passiert ist und keiner älteren Dame zum Beispiel“, meinte die 51-Jährige. 

„Das sind einfach mehrere Undinge, die da zusammengekommen sind“, beanstandet Winter. Vor allem, weil „noch immer kein Schild angebracht wurde, war es für mich zu spät und ich ging in die Falle“. Von einem Arbeiter, der den Defekt behebe, sei natürlich keine Spur zu sehen gewesen.

Nur der offene Kabelkasten lässt auf eine Reparatur schließen. Ein Monteur war aber nicht zu sehen.

Auf Nachfrage bei der Deutschen Bahn hieß es am Freitag, dass der Defekt des Aufzuges gemeldet werde und der Lift bald wieder gehen müsste. „Wie lange es dauert, kann ich nicht sagen“, meinte ein Sprecher des Unternehmens. 

Sprecher der Deutschen Bahn: „Ich weiß nicht, wer ihr da einen Kaffee anbieten könnte“

Dass kein „Außer Betrieb“-Schild angebracht worden sei, passiere schon gelegentlich, aber „normal wird das eigentlich immer beschildert“, teilte der Sprecher mit. Für die Reparatur sei eine externe Firma zuständig, die auch die „Retter“ schicke, wenn ein Notfall wie bei Maiken Winter vorliege.

Dass die Raistingerin keinen Kaffee oder ähnliches zum Aufwärmen bekam, kommentierte der Sprecher so: „Ich weiß nicht, wer ihr da einen Kaffee anbieten könnte.“ Die Bahn betreibe schließlich zahlreiche Bahnhöfe und könne nicht überall einen Mitarbeiter abstellen.

Defekter Aufzug am Bahnhof in Weilheim: 80-Jährige hilft anderen Leuten beim Tragen der Koffer 

Auch unsere Leserin Franziska Bernheim beanstandete, dass der Fahrstuhl in regelmäßigen Abständen außer Betrieb sei. „Von barrierefrei kann derzeit keine Rede sein“, klagte sie.

Obwohl Bernheim selbst schon 80 Jahre alt ist, „bin ich noch relativ gut auf den Füßen“, sagt sie. Deshalb helfe sie auch anderen Betroffenen beim Tragen der Koffer, „wenn sie nicht so schwer sind“, erzählt sie weiter. „Es müsste doch möglich sein, dass der Lift nicht mehr kaputt geht“, meint sie.

In Penzberg versagt ein Aufzug in einem Wohnhaus auch regelmäßig. Dabei musste ein Bub (6) von der Feuerwehr befreit werden. Und auch in Polling ging der Lift  des „Lebenshilfe“-Hauses länger nicht. Die Bewohner im Rollstuhl konnten knapp eine Woche die Wohnung nicht verlassen.

Am Samstagvormittag gab es am Münchner Hauptbahnhof einen Stromausfall und chaotische Zustände für Reisende.

Unfassbare Tat in Weilheim: Rottenbucher stößt Bekannte vor Auto - Fahrerin reagiert geistesgegenwärtig.

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