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Verwirrung am Weilheimer Altstadtcenter

Null Plätze frei im leeren Parkhaus? Warum Autofahrer an dieser Tiefgaragen-Schranke verzweifeln

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Autoschlangen an der Schranke: Nicht selten staut sich hier der Verkehr, da Autofahrer die Anzeige für irreführend halten. 

Für Verwirrung sorgt bei Autofahrern aktuell das Parksystem der Tiefgarage im Altstadtcenter. Trotz augenscheinlich freier Plätze ist das Parkhaus laut Anzeige besetzt.

Weilheim – Wer in Weilheims Stadtmitte auf Parkplatzsuche ist, fährt gerne in die Tiefgarage im Altstadtcenter. Auf mehreren Etagen stehen hier insgesamt über 200 Stellplätze zur Verfügung. Doch während Parkplatzsuchende in der Tiefgarage normalerweise fündig werden, bilden sich aktuell vor der Einfahrtschranke immer wieder Warteschlangen – und dass, obwohl augenscheinlich freie Flächen zur Verfügung stehen würden.

Wenig hilfreich finden viele Autofahrer dabei auch die große blaue Anzeige außerhalb der Tiefgarage: Seit einiger Zeit ist dort immer häufiger „Null freie Plätze“ zu lesen. Doch vom Auto aus sehen die Fahrer, dass das Parkhaus nicht voll besetzt ist.

Stimmt die Anzeige vor der Tiefgarage des Altstadtcenters? Viele Autofahrer sind sich da nicht mehr sicher. 

Nicht selten stoßen entnervte Autofahrer deshalb nach einiger Wartezeit an der Schranke zurück, um ihr Glück anderswo zu versuchen. Ein nicht ungefährliches Verkehrsmanöver an einer unübersichtlichen Stelle, an der zudem noch Baustellen-Absperrungen aufgebaut sind. Doch woran liegt es, dass sich Anzeige und tatsächliche Belegung zu widersprechen scheinen?

Weniger Kurzzeitparkplätze: Das ist der Grund

Hintergrund ist die Sanierung des dritten Untergeschosses der Tiefgarage, das für Dauerparker reserviert ist. Von Mitte Januar bis voraussichtlich Mai wird dort eine Bodenplatte saniert (wir berichteten). Die Stadtwerke Weilheim als Miteigentümer der Tiefgarage teilten vor Beginn der Arbeiten mit, dass in diesem Zeitraum weniger Parkplätze für Kurzzeitparker zur Verfügung stehen würden. „Wie viele freie Parkplätze es für Kurzzeitparker gibt, zeigt wie gewohnt die Zufahrtshinweistafel an der Einfahrt“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung.

Viele Autofahrer sind jedoch mittlerweile davon überzeugt, dass die Zahl auf der Anzeige nicht stimmen kann – und fahren dessen ungeachtet bis zur Einfahrtsschranke. „Die Beschwerden sind zu uns vorgedrungen“, so Müller, Vorstand der Stadtwerke Weilheim. Wie er erklärt, seien „zwei unglückliche Umstände“ zusammengekommen. „Zunächst einmal ist es so, dass wir während der Bauphase für die Dauerparker im ersten und zweiten Untergeschoss ein bestimmtes Kontingent an Plätzen freihalten. Es ist aber nicht so, dass wir bestimmte Stellflächen ausgewählt und gekennzeichnet haben“, sagt er. Die freien Flächen, die Autofahrer von der Schranke aus sehen würden, seien also für Dauerparker freigehalten und würden automatisch von den freien Plätzen für Kurzzeitparker abgezogen. „Es sind allerdings weniger Stellplätze, als den Dauerparkern normalerweise zur Verfügung stehen – wohl etwa eine halbe Etage“, so Müller.

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Störungen durch Schranken-Unfall

Dass bei Anzeige und Schranke in den letzten zwei Wochen jedoch tatsächlich Störungen vorlagen, schließt der Stadtwerke-Vorstand ebenfalls nicht aus. „Kürzlich kam es zu einem Unfall an der Schranke. Der Autofahrer hat sie nicht nur angefahren, sondern regelrecht mitgenommen“, sagt er. Aktuell sei die Schranke notdürftig vergipst. Umfassend repariert werde sie in der Faschingswoche oder der Woche danach. Eventuell sei es dadurch kurzfristig zu Fehlern in der Zählung gekommen.

Die freien Plätze in der Tiefgarage sehen Autofahrer schon von der Einfahrt aus. 

Auch wenn Müller den Unmut der Autofahrer nachvollziehen kann, bittet er während der Bauarbeiten um Verständnis. „Unsere große Bitte an die Autofahrer ist, nicht mehr in die Einfahrt zu fahren, wenn die Anzeige draußen null freie Plätze anzeigt“, sagt er, „aktuell geht es nicht anders – und es mit Gewalt zu versuchen, hilft nicht.“

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Sicherheit für Fußgänger

An der unübersichtlichen Verkehrssituation, die entsteht, wenn Autofahrer wieder rückwärts aus dem Eingangsbereich herausfahren, lasse sich ebenfalls nichts ändern. Die rot-weißen Baken zur Absicherung der Baustelle, die die Sichtbarkeit noch weiter erschweren, seien zum Schutz der Fußgänger aufgestellt. „Es ist wichtig, dass man dort gefahrlos vorbeilaufen kann. Das ist auch so mit der kommunalen Verkehrsüberwachung abgestimmt worden“, sagt er.

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nema

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