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Kampf gegen Müll 

Polizeireiter kontrollieren jetzt Weilheims Partymeilen

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Berittene Polizisten wie diese werden künftig öfter an der Ammer in Weilheim zu sehen sein. 

Ab sofort sorgen Polizisten hoch zu Ross für Recht und Ordnung! Am Ammerdamm und in der Au in Weilheim sind neuerdings Polizeireiter aus Rosenheim auf Streife unterwegs.

Weilheim – Die Ordnungshüter reagieren damit auf verstärkte „Beschwerden über ausufernde Feiern und ,Vermüllung’ der dortigen Grünanlagen“, wie die Polizei Oberbayern Süd auf ihrer „Facebook“-Seite mitteilte. Zwei der insgesamt fünf Polizeibeamten, die bei den „Operativen Ergänzungsdiensten“ Rosenheim als Polizeireiter im Dienst stehen, patrouillierten mit ihren Pferden erstmals am 24. Mai am Ammerdamm in Weilheim. Ein zweites Mal werden sie dort voraussichtlich am kommenden Freitag hoch zu Ross auf Streife sein und ein Auge auf „Problemfelder“ wie den Ammerpavillon werfen.

Warum gerade eine Reiterstaffel?

Angefordert hat die Unterstützung auf vier Beinen die Polizeiinspektion Weilheim. Es handle sich um „Prävention in Reinkultur“, erklärte deren stellvertretender Leiter Bernd Schewe auf Anfrage der Heimatzeitung. Es gebe keine speziellen Vorfälle, die dazu bewogen hätten, es gehe schlichtweg um polizeiliche Präsenz. Denn an lauen Abenden seien im Bereich der Ammer in Weilheim „viele unterwegs, und nicht alle verhalten sich regelkonform“, so Schewe weiter.

Für „normale“ Polizeistreifen seien Ammerdamm und Au zu weitläufig, mit dem Auto seien sie schlecht erreichbar – „wir können da wenig machen“, räumt der stellvertretende Leiter der PI Weilheim ein. Dagegen sei der Einsatz der berittenen Kollegen „sehr gewinnbringend“. Das bestätigt auch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd: Die Reiterstaffel sei „wie geschaffen“ für solches Gelände, so die Pressestelle, „man kommt mit den Pferden gut hin und hat einen guten Überblick“. Auch an der Isar in Wolfratshausen seien immer wieder Reiterstreifen unterwegs.

So weit müssen die Pferde im Transporter fahren

Bekannte Einsatz-Orte sind außerdem große Sportveranstaltungen, Festzüge oder Menschenaufläufe wie das Münchener Oktoberfest. Wie oft die Polizeireiter nach Weilheim kommen, ist offen. „Das ist nichts, was regelmäßig geplant ist“, sagt Schewe, alles hänge von den Kapazitäten und auch vom Wetter ab. Immerhin sind die Einsätze durchaus aufwendig: Die Pferde müssen per Anhänger von ihrem Stall in Mintsberg bei Rosenheim nach Weilheim transportiert werden – das sind rund 100 Kilometer einfache Fahrt.

Doch der Aufwand sei angebracht, meinen die Ordnungshüter: „Durch die, auch in Zukunft geplante, vierbeinige Bestreifung soll gewährleistet werden, dass dieses Naherholungsgebiet gleichermaßen für Mensch und Natur bestehen bleibt!“, erklärt die Polizei Oberbayern Süd auf „Facebook“.

Und eine Bürgerin, offenbar aus Weilheim, hat darauf postwendend geantwortet: „Das wäre mal ein Fortschritt für die Weilheimer, wenn sie sonntags im Sommer mit Kind, Hund und Kegel an die Ammer könnten, ohne Angst haben zu müssen, dass Mensch oder Tier sich Scherben eintreten oder zum Beispiel der Fahrradreifen durch die Scherben kaputt geht. Der Zustand im Sommer, vor allem am Wochenende ist nun schon seit Jahren so. Kaum zu glauben, dass mal gehandelt wird.“

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